Sprachförderung für neuzugewanderte Jugendliche


Bildung durch Sprache und Schrift

Das Evaluationsprojekt "Formative Prozessevaluation in der Sekundarstufe - Seiteneinsteiger und Sprache im Fach (EVA-Sek)" unter der Leitung von Prof. Dr. Bernt Ahrenholz hat am 10. und 11. November 2017 auf einer interdisziplinären Tagung in Jena zur Schulsituation neu zugewanderter Kinder und Jugendlicher erste Ergebnisse sowie weitere Beiträge aus Wissenschaft und Praxis präsentiert.

Verschiedene Studien stellten Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Beschulungsmodelle für neuzugewanderte Jugendliche dar - auch aus Sicht der Jugendlichen selbst. Als ein wichtiges Ergebnis stellte sich heraus, dass die Flexibilität innerhalb der verschiedenen Modelle als sehr wichtig erachtet wird, so dass jede Schülerin und jeder Schüler passend zu seinen Voraussetzungen und Fähigkeiten sprachliche Förderung erhält und am Unterricht in den verschiedenen Fächern teilnehmen kann. Das Projekt wird im Rahmen der Bund-Länder-Initiative "Bildung durch Sprache und Schrift - BiSS" gefördert. Ziel der Initiative ist es, auf der Basis von empirisch fundierten, wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Verbesserung der Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen in der Bildungssprache Deutsch zu ermöglichen. Insgesamt beteiligen sich mehr als 600 Kindertagesstätten und Schulen an BiSS. Die von den Einrichtungen umgesetzten Konzepte und Maßnahmen zur sprachlichen Bildung von Kindern und Jugendlichen werden mit Förderung des BMFSFJ (für den Elementarbereich) und des BMBF (für den Primar- und Sekundarbereich) extern evaluiert. BiSS unterstützt die Bemühungen in den Ländern zur Umsetzung erfolgreicher Maßnahmen in die Fläche.

Weitere Informationen unter:
www.biss-sprachbildung.de