Effekte von spezifischem vs. unspezifischem Training auf Hirnfunktion und Performanz bei kognitiven Subtypen von Dyslexie
| Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen | Leiterin: Dr. Marion Grande |
| Medizinische Fakultät | FKZ: 01GJ0804 |
| Universitätsklinikum | Betrag: 516.138 EUR |
Neurologische Klinik |
Laufzeit: 01.09.2008 - 31.08.2011 |
| Pauwelsstr. 30 | |
| 52074 Aachen |
Es wird untersucht, ob Schulkinder mit Dyslexie von Trainings, die spezifisch für das zu Grunde liegende kognitive Defizit sind, stärker profitieren als von einem nicht störungsspezifischen Lesetraining. 1000 Grundschüler werden auf Dyslexie untersucht. Hiervon werden 30 Dyslektiker mit phonologischem Defizit und 30 mit Aufmerksamkeitsdefizit ausgewählt, dazu 15 Kontrollkinder. Für 4 Wochen erhalten 30 Dyslektiker fünfmal pro Woche ein defizitspezifisches Training (15 Phonologie/ 15 Aufmerksamkeit) und 30 ein nicht defizitspezifisches Lesetraining (je 15 mit phonologischem bzw. Aufmerksamkeitsdefizit). Die Kontrollkinder erhalten kein Training. Alle Kinder werden vor und nach dem Training mit funktioneller Magnetresonanztomographie untersucht, um trainingsspezifische und –unspezifische Aktivierungsdifferenzen zu unterscheiden und zu prüfen, ob sich die Hirnfunktionen denen der Kontrollkinder angleichen oder die Dyslektiker strategische Hirnfunktionsänderungen aufweisen, um ihr Defizit zu kompensieren. Die Ergebnisse werden national und international publiziert und ggf. bei der Logopädenausbildung berücksichtigt.
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Neurologische Klinik