Internationaler Workshop zur Empirischen Bildungsforschung im Bereich der Extended Education


Philipps-Universität Marburg

Institut für Erziehungswissenschaft

35032 Marburg

Projektleiterin: PD Dr. Sabine Maschke

Förderkennzeichen: 01JG1611

Laufzeit: 01.06.2016 bis 30.11.2016


Neben der sogenannten „formellen Bildung“ in Schule, Berufsschule oder Hochschule gewinnen zunehmend auch Bildungsprogramme außerhalb dieser Institutionen und der regulären Lehrpläne an Bedeutung. Beispielsweise bieten Ganztagsschulen häufig zusätzliche Kurse an, damit die Kinder musizieren oder andere Interessensbereiche vertiefen können. Diese erweiterten Bildungsangebote werden im deutschen Sprachgebrauch als „non-formale Bildung“ bezeichnet, in der internationalen Forschung hat sich der Begriff der „Extended Education“ etabliert. Die internationale Perspektive ist in diesem Zusammenhang besonders gewinnbringend, weil in Ländern wie USA, Korea und Japan non-formale Bildungsangebote relativ weit verbreitet sind und deren Wirkung bereits wissenschaftlich untersucht wurde.

Um die entsprechende Forschung in Deutschland langfristig zu stärken, können sich bei diesem internationalen Workshop 25 Masterstudierende und Promovierende gezielt weiterqualifizieren. Mithilfe internationaler Expertinnen und Experten lernen sie Forschungsmethoden kennen, die in anderen Ländern angewendet werden und einen internationalen Vergleich von Angeboten der „Extended Education“ ermöglichen. Diese Perspektive können die jungen Forscherinnen und Forscher auch verstärkt in ihren eigenen Arbeiten, die sie bei diesem Workshop vorstellen und diskutieren, berücksichtigen.

Die Forschungsergebnisse aus diesen Arbeiten können unter anderem Aufschluss darüber geben, welche Faktoren die – meist freiwillige – Teilnahme an den zusätzlichen Bildungsangeboten beeinflussen und wie wirksam sie sind, um den Bildungserfolg junger Menschen zu unterstützen.