„Wie kann Praxis-Transfer in der (Hochschul-)Bildungsforschung gelingen? – Tagung zum Praxistransfer in Bildungs- und Hochschulforschung“


Universität Hamburg

Mittelweg 177

20148 Hamburg

Projektleiterin: Dr. Miriam Barnat

Förderkennzeichen: 01JG1711

Laufzeit: 01.06.2017-31.12.2017


Nur wenn Lehrerinnen und Lehrer sowie pädagogische Fachkräfte auf die neuesten gesicherten Erkenntnisse aus der Forschung zurückgreifen können und diese in ihrem Unterricht anwenden, können Schülerinnen und Schüler davon profitieren und ihr Lernen verbessern. Damit dies gelingt, müssen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse so aufbereiten, dass diese im (Schul-)Alltag anwendbar sind. Bei diesem Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die (Bildungs-)Praxis gilt es jedoch einige Hürden zu überbrücken: Auf welche Weise müssen Forschungsergebnisse aufbereitet werden, damit sie Lehrerinnen und Lehrer für ihren Unterricht nutzen können? Wie können Fort- und Weiterbildungen für Lehrkräfte wirksamer gestaltet werden? Und wie können Vertreterinnen und Vertreter aus der Praxis ihre Fragestellungen an die Forschung herantragen oder am besten in den Forschungsprozess eingebunden werden? Im Bereich der Bildungs- und Hochschulforschung existiert bislang nur wenig interdisziplinär angelegte Forschung, die einen Königsweg für diesen Wissenstransfer aufzeigen könnte.

Übergeordnetes Ziel der Tagung ist es deshalb, dass sich die an der Veranstaltung teilnehmenden Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler einen Überblick darüber erarbeiten, wie die eigenen wissenschaftlichen Erkenntnisse Eingang in die Praxis finden können. Dafür werden Ziele, Modelle und Schwierigkeiten des Transfers von Forschungsergebnissen in die Praxis aus verschiedenen Blickwinkeln unterschiedlicher Fachdisziplinen der Bildungsforschung (Fachdidaktik, Allgemeine Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie) betrachtet und diskutiert.

Die Nachwuchstagung leistet einen wesentlichen Beitrag zu einem schnelleren Wissenschafts-Praxis-Transfer: Durch den Blick über den Tellerrand wird Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern frühzeitig das Bewusstsein für die Relevanz der eigenen Forschungsergebnisse für die Bildungspraxis geschärft und interdisziplinäres Denken gefördert. Hierdurch wird ihnen ermöglicht, qualitativ hochwertige Forschung durchzuführen, deren Erkenntnisse Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern einen Nutzen bringen.