Verbundvorhaben: Professionalisierung für kooperative Planung und Bewertung in der Inklusion (ProfKoop)


Friedrich-Schiller-Universität Jena

Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften

Institut für Erziehungswissenschaft

Am Planetarium 4

07743 Jena

Verbundkoordinatorin: Prof. Dr. Bärbel Kracke

Förderkennzeichen: 01NV1721A

Förderbetrag: 177.775,05 €

Laufzeit: 01.01.2018-31.12.2020


Humboldt-Universität zu Berlin

Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät

Institut für Erziehungswissenschaften

Geschwister-Scholl-Str. 7

10117 Berlin

Projektleiterin: Prof. Dr. Ada Sasse

Förderkennzeichen: 01NV1721B

Förderbetrag: 186.194,28 €

Laufzeit: 01.01.2018-31.12.2020


Lernende individuell unterstützen und gleichzeitig in die Gruppe einbinden – vor diesen Herausforderungen stehen Lehrkräfte täglich im inklusiven Unterricht. Daraus ergeben sich zwei zentrale Schwerpunkte für die Professionalisierung von Lehrkräften: Es gilt Unterrichtsangebote zu gestalten und Leistungen individuell und doch systematisch zu bewerten. Beide Handlungsfelder sind in gemeinsamen Lerngruppen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf so komplex, dass sie nicht von einzelnen, sondern von mehreren Lehrkräften zu bearbeiten sind. Die Vielfalt der Schülerschaft verlangt eine gemeinsame Reflexion aus unterschiedlichen Perspektiven. Bislang liegen nur wenige pädagogisch-didaktische Ansätze der Unterrichtsplanung und Leistungsbewertung für heterogene Lerngruppen von Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf vor. Dies trifft in besonderer Weise auf die Gruppe der Schülerinnen und Schüler mit den sonderpädagogischen Förderbedarfen im Lernen und in der geistigen Entwicklung zu, die in der Mehrzahl der Bundesländer nach gesonderten Lehrplänen unterrichtet und bewertet werden. Hier setzt das vorliegende Forschungsvorhaben an.

Ziel des Projekts ist, zwei pädagogisch-didaktische Ansätze der Unterrichtsplanung und Leistungsbewertung für heterogene Lerngruppen zu untersuchen und weiterzuentwickeln – insbesondere in Hinblick auf ihren Nutzen für die Kooperation der Lehrkräfte untereinander. Lehrerfortbildungen, die auf den Entwicklungsstand der einzelnen Schulen abgestimmt sind, thematisieren im Bereich der Unterrichtsplanung das Instrument „Differenzierungsmatrix“ und im Bereich der Leistungsbewertung das Instrument der „curricular individualisierten“ Zeugnisse. Es sollen praxisorientierte Fortbildungsbausteine und -materialien entstehen, die auch der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.