Restorative Approaches in Inclusive School Environments


Restorative Approaches in Inclusive School Environments: Entwicklung und Evaluierung eines Fortbildungsprogramms für Lehrkräfte zur Gestaltung schulischer Inklusion im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung (RAISE)

Universität Bielefeld

Fakultät für Erziehungswissenschaft

AG 5 Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik

Universitätsstr. 25

33615 Bielefeld

Projektleiterin: Prof. Dr. Bettina Amrhein

Förderkennzeichen: 01NV1738

Förderbetrag: 469.715,15 €

Laufzeit: 01.04.2018-31.03.2021


Zum Alltag in der Schule gehören auch Konflikte. Teil des Alltags ist ebenfalls, dass Konflikte von Lehrkräften gelöst werden, indem sie Schülerinnen und Schüler dazu anhalten, ihr Verhalten zu ändern. Schülerinnen und Schüler werden jedoch kaum in die Lösung von Konflikten einbezogen. Sie stehen Lehrkräften gegenüber, die im Schulkontext, insbesondere in inklusiven Klassen, auf Dimensionen von Vielfalt treffen, die sie im täglichen Handlungskontext von Schule und Unterricht erheblich herausfordern.

Hier setzt das Forschungsprojekt RAISE an. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln Konzepte, um den international erfolgreichen Ansatz der „Restorative Approaches in Inclusive School Environments“ in deutsche, inklusive Schulen zu übertragen. Dieser Ansatz soll dabei helfen, die Beziehung zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern, aber auch zwischen den Schülerinnen und Schülern positiver zu gestalten. Um das zu erreichen, werden bei Konflikten alle Beteiligten in die Problemlösung einbezogen.

Die Forschenden führen das Programm zur Konfliktlösung im Unterricht zunächst an insgesamt 16 deutschen, inklusiven Schulen ein und untersuchen dann, wie sich die Beziehungen im Klassenzimmer entwickeln. Neben den Beziehungen der Beteiligten, wird untersucht und evaluiert, inwiefern das neue Konzept die Kompetenzen der Lehrkräfte zur Beziehungsgestaltung im inklusiven Unterricht, ihr Belastungserleben, ihr Wohlbefinden und ihre Selbstwirksamkeit beeinflusst. Aus den Ergebnissen erstellen die Forschenden ein ausformuliertes Fortbildungskonzept, um die Kompetenzen von Lehrkräften im Umgang mit Konflikten im inklusiven Unterricht zu erweitern.

Besonders für Schülerinnen und Schüler, die in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung auf sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf angewiesen sind, wäre eine erfolgreiche Veränderung der Konfliktkultur in inklusiven Schulen sehr bedeutsam.