SoS: Stärken oder schützen? (Verbundvorhaben)


Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Fachbereich 6 Philosophische Fakultät

Institut für Erziehungswissenschaft

Georgskommende 26+33

48143 Münster

Verbundkoordinator: Jun.- Prof. Dr. Martin Wazlawik

Förderkennzeichen: 01SR1710A

Förderbetrag: 178.245,60 €

Laufzeit: 01.03.2018 – 28.02.2021


Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Zentrum für Psychosoziale Medizin

Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie

20251 Hamburg

Projektleiter: Prof. Dr. Arne Dekker

Förderkennzeichen: 01SR1710B

Förderbetrag: 168.496,80 €

Laufzeit: 01.03.2018 – 28.02.2021


Ziel des Verbundvorhabens ist es, die über Jahrzehnte gewachsenen unterschiedlichen Praxiszugänge von Sexualpädagogik und Prävention sexualisierter Gewalt zu erheben, zu reflektieren und eine Weiterentwicklung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen.

Bisher ist es weitgehend unerforscht, in welchem Verhältnis der Schutz vor Risiken und die Stärkung des Selbstschutzes von Kindern und Jugendlichen stehen.

Das Vorhaben wird aus diesem Grund Inhalte und Methoden sexualpädagogischer und gewaltpräventiver Praxis erheben, vergleichen und reflektieren. In Zusammenarbeit mit zwölf Fachberatungsstellen und Einrichtungen der sexualpädagogischen Bildungsarbeit werden hierzu verschiedene Einrichtungskonzepte inhaltsanalytisch ausgewertet. Zudem erfolgt auf Basis von Gruppendiskussionen eine Analyse hinsichtlich kollektiver Orientierungen und des nicht-reflexiven Handlungswissens von pädagogischen Fachkräften aus den Praxisfeldern Sexualpädagogik und Prävention. Mit den gewonnenen Forschungsergebnissen soll zur Wissenserweiterung und einer konzeptionellen Weiterentwicklung der pädagogisch-professionellen Praxis beigetragen werden.

Die aus den Gruppendiskussionen gewonnenen Ergebnisse werden partizipativ in einem Praxisbeirat mit Experten und Expertinnen aus der Beratungspraxis und in vier regionalen Open Space-Foren (Nord, West, Süd, Ost) diskutiert. Damit wird zur bundesweiten Verbreitung der Ergebnisse und zur Professionalisierung beigetragen und eine lösungsorientierte Rückbindung der Resultate in die Trägerstrukturen initiiert. Darüber hinaus werden die Ergebnisse für den Transfer beispielsweise für die Bereiche Jugendhilfe und Schule aufbereitet.

Weitere Informationen:

Projekthomepage Teilvorhaben A
Projekthomepage Teilvorhaben B