Mehrsprachigkeit als Handlungsfeld Interkultureller Schulentwicklung. Eine Interventionsstudie in Grundschulen


Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Fachbereich 6, Philosophische Fakultät

Institut für Erziehungswissenschaft

Bispinghof 5/6

48143 Münster

Projektleiterin: Prof. Dr. Sara Fürstenau

Förderkennzeichen: 01 JM 1303

Förderbetrag: 246.000,00 EUR

Laufzeit: 01.10.2013 – 30.09.2016


Das Projekt umfasst die Konzeption und Durchführung einer Intervention in vier Grundschulen sowie die wissenschaftliche Begleitung und Überprüfung der Wirksamkeit dieser Intervention. Die Grundschulkollegien werden darin unterstützt, die in der eigenen Schule vorhandene, migrationsbedingte Mehrsprachigkeit als Ressource wahrzunehmen und produktiv für das Lernen der Schülerinnen und Schüler zu nutzen. In jedem Kollegium werden professionelle Lerngemeinschaften gegründet, in deren Rahmen Handlungsstrategien zur produktiven Einbindung der Familiensprachen der Kinder vermittelt werden. Die Intervention besteht aus Fortbildungs- und Reflexionstagen: Die Kollegien lernen Methoden zur Arbeit mit Migrantensprachen kennen. Sie werden durch Wissensvermittlung (psycholinguistische und soziopolitische Perspektiven) und angeleitete Reflexion eigener Überzeugungen sowie konkreter Erfahrungen unterstützt.

Im Ergebnis sollen Qualitätsmerkmale für Inhalte und Arbeitsformen eines Professionalisierungs- und Schulentwicklungskonzepts zum Einbezug migrationsbedingter Mehrsprachigkeit in der Schule und im Unterricht benannt werden. Ergebnisse des Projekts sollen über Qualifizierungen für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Eingang in die Lehrerfortbildung finden.