Verbundvorhaben: Musikalische Interface-Designs: Augmentierte Kreativität und Konnektivität (MIDAKuK)


Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Lehrstuhl für Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kultur, ästhetische Bildung und Erziehung

Bismarckstr. 1 a

91054 Erlangen

Verbundkoordinator: Prof. Dr. Benjamin Jörissen

Förderkennzeichen: 01JKD1708A

Förderbetrag: 386204,17 €

Laufzeit: 01.10.2017 - 30.09.2021


Leuphana Universität Lüneburg

Fakultät Bildung

Institut für Kunst, Musik und ihre Vermittlung (IKMV)

Universitätsallee 1

21335 Lüneburg

Projektleiter: Prof. Dr. Michael Ahlers

Förderkennzeichen: 01JKD1708B

Förderbetrag: 355816,99 €

Laufzeit: 01.10.2017 - 30.09.2021


Das Projekt erforscht die pädagogische Bedeutung digitaler Musikinstrumente. Es handelt sich beispielsweise um Dinge, die auf neuen Materialien basieren (beispielsweise Silikon als Berührungsfläche), die neue musikalische Designs einführen (Gitarren-ähnliche „Grid“-Layouts ersetzen die klassische Tastatur), die digitale musikalische Herangehensweisen provozieren (Loops, Algorithmen, Sounddesign) und teilweise auch klassische Instrumentenkonzepte mit digitalen Logiken verschmelzen (beispielsweise eine extrem berührungsempfindliche digitale Rahmentrommel, die neue Spielweisen und ungewohnte Klangwelten erschließbar macht). Wie agieren, reagieren und interagieren erfahrene und unerfahrenere Musikinteressierte auf diese neuen Angebote? Wie verändern sich kreative Prozesse im Rahmen solcher programmierseitig mit Wissen und Konzepten ausgestatteten „MusikmachDinge“? Wie tragen diese neuen Musikinstrumente dazu bei, sich mit anderen zu verbinden und gemeinsam Musik zu machen?

Das Teilprojekt 1 (FAU Erlangen) legt den Fokus auf jugendliche Musikinteressierte, Teilprojekt 2 (Leuphana Universität Lüneburg) auf professionelle Instrumentalpädagoginnen und -pädagogen sowie Musikerinnen und Musiker. Im Rahmen der Studie wird eine Reihe ausgewählter Geräte an diese beiden Gruppen verliehen, der Umgang mit ihnen wird per Video erhoben, ergänzende Erhebungen (Interviews, Workshops, quantitative Erhebungen) erweitern das Forschungsdesign. Die Forschenden ordnen die gewonnenen Erkenntnisse in einen übergreifenden bildungstheoretischen und musikpädagogischen Rahmen ein, der generalisierbare Aufschlüsse und methodische Anschlüsse für die kulturpädagogische Erforschung solcher materiell-digitalen Transformationsprozesse ermöglicht.