Schulbezogene Umschriebene Entwicklungsstörungen (SCHUES) - Prävention und Therapie unter Einbezug neuronaler Korrelate und des Entwicklungsverlaufs (2. Phase)


Universität Potsdam

Humanwissenschaftliche Fakultät

Exellenzbereich Kognitionswissenschaften

Karl-Liebknecht-Str. 24-25

14476 Potsdam

Projektleiter: Prof. Dr. Günter Esser

Förderkennzeichen: 01 GJ 1301

Förderbetrag: 1.019.249 EUR

Laufzeit: 01.10.2013 – 31.12.2016


In der zweiten Phase des Projektes „SCHUES“ bestehen die Hauptziele darin,

  1. den natürlichen Entwicklungsverlauf von lese/rechtschreib- und rechengestörten Kindern bis zum Ende der dritten Klasse zu untersuchen,
  2. die langfristigen Wirkungen vorschulischer Fördermaßnahmen hinsichtlich der Entstehung von Lese-Rechtschreib- und Rechenstörungen zu prüfen,
  3. den Langzeitverlauf von Kindern mit umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten von der ersten Klasse bis in die Sekundarstufe zu beschreiben,
  4. die Langzeiteffekte des Rechentrainings Calcularis sowie zustandsadaptive Erweiterungen zu bewerten und
  5. die strukturelle Mathematikangst im Gehirn von Kindern mit Rechenstörungen zu erforschen.  

Es ist geplant, das Längsschnittprojekt weiterzuführen und die bereits vorhandene Stichprobe zu zwei weiteren Messzeitpunkten testdiagnostisch zu untersuchen (A). Die vertiefende Evaluation des Rechentrainings sowie dessen erneute Überprüfung mit bedeutsamen Erweiterungen mittels einer neu zu rekrutierenden Stichprobe sind vorgesehen (B).

Das Vorhaben soll dazu beitragen, Angaben zur Häufigkeit von umschriebenen Entwicklungsstörungen schulischer Fertigkeiten, Daten zum Entwicklungsverlauf und zur Therapie sowie neurobiologische Grundlagen zu verknüpfen. Die Resultate werden allen bildungspolitischen Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt. Die optimierte Version der Dyskalkulietherapie wird als evaluiertes Verfahren dazu beitragen, die Lerntherapie der betroffenen Kinder zu verbessern. Das Gleiche gilt für die in den Kindergärten eingesetzten Präventionsprogramme, die nach Bewertung der Langzeiteffekte ggf. als Standardverfahren in die vorschulische Förderung Eingang finden können. Darüber hinaus wird das Projekt Daten liefern, die die differentielle Indikation der verwendeten Therapie- und Präventionsprogramme ermöglicht.

Weitere Informationen unter:
1. Phase des Projekts
http://www.uni-potsdam.de/humfak/hum-exzellenzbereich.html