Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung


Seit dem Start des ersten Rahmenprogramms zur Förderung der empirischen Bildungsforschung im Jahr 2007 hat das Bundesbildungsministerium (BMBF) bis Ende 2019 rund 183 Millionen Euro für Forschungsprojekte aufgewendet. Das erste Rahmenprogramm hat dazu beigetragen, die empirische Bildungsforschung in Deutschland deutlich voranzubringen: Die Anzahl der Lehrstühle mit dem Schwerpunkt empirische Bildungsforschung ist gewachsen. Die deutsche Bildungsforschung ist im internationalen Raum sichtbarer geworden und zunehmend interdisziplinär ausgerichtet. Die Verstetigung des Nationalen Bildungspanels (National Educational Panel Study, NEPS) als eigenständiges Institut in der Leibniz-Gemeinschaft ist ein Beispiel für die erfolgreiche Förderung der Forschungsinfrastruktur. Dadurch wurde eine herausragende Datenbasis für die Analyse von Bildungsverläufen geschaffen. Und nicht zuletzt haben die Forschenden in den geförderten Projekten wertvolles Beschreibungs-, Erklärungs- und Handlungswissen erarbeitet – und dieses in vielen Fällen auch in Handreichungen und Praxisleitfäden für die Bildungspraxis aufgearbeitet.

An diese und weitere Erfolge schließt das aktuelle Rahmenprogramm an und zielt darauf ab, die Wissensbasis sowie bestehende Ansätze und Strukturen weiterzuentwickeln. Kernstück des Programms ist die Orientierung an aktuellen bildungspolitischen Herausforderungen. Die Forschungsergebnisse sollen dazu beitragen, diese Herausforderungen zu bewältigen. Dabei setzt die Forschungsförderung im Rahmenprogramm auf wissenschaftliche Exzellenz und hohe methodische Qualitätsstandards.

Die geförderte Forschung untersucht Voraussetzungen, Bedingungen und Prozesse von Bildung sowie Wirkungen von Bildungsangeboten. Sie führt zu empirisch gesicherten, verallgemeinerbaren Erkenntnissen und macht sie Politik und Praxis im Bildungswesen sowie der interessierten Öffentlichkeit zugänglich. Sie verknüpft Grundlagenforschung mit anwendungsorientierter Forschung und zeichnet sich durch Problemlösungsorientierung aus. Voraussetzung dafür ist, dass die relevanten Expertinnen und Experten aus Bildungspraxis, -politik, -administration und -forschung von Anfang an miteinander in Dialog treten.