Schulinspektion als Steuerungsimpuls zur Schulentwicklung und seine Realisierungsbedingungen auf einzelschulischer Ebene (Verbundvorhaben)


Verbundpartner:

Justus-Liebig-Universität Gießen

FB 03 - Sozial- und Kulturwissenschaften

Institut für Soziologie

Karl-Glöckner-Str. 21E

35394 Gießen

Verbundkoordinator: Prof. Dr. Thomas Brüsemeister

Förderkennzeichen: 01 JG 1001 A

Förderbetrag: 144.671 EUR

Laufzeit: 01.10.2010 – 30.09.2013


Universität Bielefeld

Fakultät für Erziehungswissenschaft

Universitätsstr. 25

33615 Bielefeld

Projektleiter: Prof. Dr. Oliver Böhm-Kasper

Förderkennzeichen: 01 JG 1001 B

Förderbetrag: 133.495 EUR

Laufzeit: 01.10.2010 – 31.12.2013


Leibniz Universität Hannover

Philosophische Fakultät

Institut für Erziehungswissenschaften

Schloßwenderstr. 1

30159 Hannover

Projektleiter: Prof. Dr. Martin Heinrich

Förderkennzeichen: 01 JG 1001 C

Förderbetrag: 124.210 EUR

Laufzeit: 01.10.2010 – 30.09.2013


Helmut-Schmidt-Universität

Universität der Bundeswehr Hamburg

Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften

Holstenhofweg 85

22043 Hamburg

Projektleiter: Dr. Matthias Rürup

Förderkennzeichen: 01 JG 1001 D

Förderbetrag: 129.651 EUR

Laufzeit: 01.10.2010 – 31.12.2013


Vor dem Hintergrund der Schulentwicklungs-/Schuleffektivitätsforschung sowie im Theorierahmen der Forschung zu Educational Governance wird untersucht, wie in vier exemplarisch ausgewählten Bundesländern Schulinspektion konzeptionalisiert und implementiert wird und welche intendierten und nicht-intendierten Wirkungen sich in der Akteurkonstellation von Kultusadministration, regionalen schulischen Akteuren und Einzelschulen einstellen. Neben einer – qualitativ ausgerichteten – wissenschaftlichen Begleitung von einer Schule pro Bundesland im Prozess ihrer Evaluation und ihrer Ergebnisverarbeitung erfolgt zu zwei Erhebungszeitpunkten eine repräsentative Online-Schulleitungsbefragung, die landesweit über die schulischen Aktivitäten der Schulentwicklung Auskunft gibt und im Vergleich evaluierter und nicht evaluierter Schulen Aussagen ermöglicht, welchen Einfluss die Schulinspektionen auf diese Schulentwicklungsaktivitäten haben. Den dritten Arbeitsschwerpunkt bildet eine Interviewstudie zur Konzeption und Rezeption der Schulinspektion als schulpolitisches Instrument in Politik, Schulverwaltung, Evaluationsteams und Schulen. Dabei geht es darum, dem Verständnis des Instruments, seiner Zielsetzungen und Wirkungsmechanismen durch die verschiedenen Ebenen des Schulsystems hindurch nachzugehen.

Im Teilvorhaben der Universität Gießen geht es schwerpunktmäßig um die aktuelle Erfassung und Typisierung von Unterschieden der Schulinspektionskonzepte und Schulinspektionsverfahren der Länder sowie die Nachzeichnung und Analyse der Konsistenz der politisch-administrativ gesetzten Zielsetzungen und Wirkungsannahmen im schulischen Mehrebenensystem. Dazu werden sowohl Dokumentanalysen als auch Befragungen von relevanten Akteuren durchgeführt.

Im Mittelpunkt des Teilvorhabens der Universität Bielefeld steht eine internetgestützte standardisierte Befragung aller allgemeinbildenden Schulen in vier Bundesländern. Als Auswertungsverfahren werden Strukturgleichungsmodelle zur Überprüfung eines von Ehren und Visscher (2006) vorgelegten Rahmenmodells zu innerschulischen Wirkungen von Schulinspektionen angewandt.

Im Vordergrund der Arbeit am Standort Hannover stehen Schulfallstudien in vier Bundesländern. Hinzu kommen mikrologisch-sequenzanalytische Auswertungen von Interviewmaterial aus Experteninterviews der Administration und des schulischen Umfelds (Regionalstudien) und die aus den Erkenntnissen der Sequenzanalyse resultierenden Beiträge zur Instrumentenentwicklung der anderen Projektstandorte sowie der Methodentriangulation im Verbundvorhaben insgesamt.

Der Standort Hamburg gewährleistet in der Funktion des Projektbüros für den Verbund die Kommunikation zwischen und die zeitnahe und methodisch abgesicherte Verknüpfung der Einzelforschungen an den weiteren Projektstandorten in Bielefeld, Hannover und Gießen. Hierfür sichert der Standort Hamburg in Rücksprache mit den Projektstandorten und den Kultusministerien der beteiligten vier Bundesländer den Feldzugang, schafft interne und externe Kommunikationsplattformen und erstellt Projektberichte. Verantwortlich ist der Standort Hamburg ferner für inhaltsanalytische Auswertungen der explorativen Interviewstudien, die in die Fragebogenkonstruktion der standardisierten
Schulbefragung einfließen.

Weitere Informationen unter:
http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb03/institute/ifs
http://www.uni-bielefeld.de/erziehungswissenschaft/
http://www.iew.phil.uni-hannover.de/