Funktionen von Schulinspektion: Erkenntnisgenerierung, wissensbasierte Schulentwicklung und Legitimation (Verbundvorhaben)


Verbundpartner:

Leibniz Universität Hannover

Philosophische Fakultät

Institut für Erziehungswissenschaften

Schloßwender Str. 1

30159 Hannover

Verbundkoordinator: Prof. Dr. Martin Heinrich

Förderkennzeichen: 01 JG 1304 A

Förderbetrag: 181.464 EUR

Laufzeit: 01.10.2013 - 30.09.2016


Justus-Liebig-Universität Gießen

Justus-Liebig-Universität Gießen

Institut für Soziologie

Karl-Glöckner-Str. 21E

35394 Gießen

Projektleiter: Prof. Dr. Thomas Brüsemeister

Förderkennzeichen: 01 JG 1304 B

Förderbetrag: 184.096,80 EUR

Laufzeit: 01.10.2013 - 30.09.2016


Im Modell evidenzbasierter Steuerung kommt der Schulinspektion insbesondere für Steuerungsakteure eine Erkenntnisgenerierungsfunktion, für Schulen vor allem eine wissensbasierte Entwicklungsfunktion sowie für die bildungspolitische Öffentlichkeit vornehmlich eine Legitimationsfunktion zu. Diese Funktionen werden governanceanalytisch untersucht, d.h. eingebettet in Akteur-, Instrumenten- und Datenkonstellationen. Operationalisiert wird dies im Teilprojekt A durch objektiv-hermeneutische Interviewstudien zu administrativen Legitimationsweisen der Schulinspektion. In der Triangulation der Ergebnisse des Verbundprojekts werden die Interdependenzen der drei Funktionen sichtbar.

(1.) Rekonstruktion der Programmatik der Schulinspektion im Zeitverlauf (Dokumentenanalysen) (2.) Sekundäranalyse der Intervieweinstiege aus dem vorangegangenen Forschungsprojekt (Argumentationsmuster der Legitimation) (3.) Interviewerhebung (4.) Rekonstruktionen der Interviews (Typologie von Argumentationsmustern zur Legitimation), (5.) Triangulation der Befunde

Es sind mehrere Publikationen in internationalen sowie in nationalen Fachzeitschriften (mit und ohne peer review) geplant. Des Weiteren ist eine Buchpublikation in der Reihe „Educational Governance" (Springer VS) sowie in weiteren Sammelbänden (z.T. in dieser Reihe) vorgesehen. Hinzu kommen Kongressbeiträge und Beteiligungen an Symposien und Workshops. Zu den allgemeinen Maßnahmen des Praxistransfers gehören neben den geplanten Publikationen in anerkannten internationalen und nationalen Fachzeitschriften ebenfalls Vorträge und Veranstaltungen, die insbesondere Akteure der Bildungsverwaltung und der Praxis sowie weitere, an Bildungsfragen Interessierte ansprechen werden. Zu den speziellen Maßnahmen des Praxistransfers gehören insbesondere die Weiterentwicklung derzeitiger Erhebungs- und Analyseverfahren evaluationsbasierter Steuerung.