Förderbezogene Diagnostik in der inklusiven Bildung


Lehrerin steht mit Schülern vor einer Tafel
Bekanntmachung: 05.12.2019
Förderzeitraum: 2021 - 2026
                                                     

1. Ziele der Fördermaßnahme

Inklusive Bildung, das heißt die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit unterschiedlichen Lern- und Leistungsvoraussetzungen an qualitativ hochwertigen Bildungsangeboten, stellt ein zentrales Anliegen der aktuellen Bildungspolitik dar. Schließlich ist der Zugang und die aktive Teilhabe entlang aller Bildungsetappen – von der frühkindlichen über die schulische und berufliche Bildung bis hin zur Hochschule und der Fort- und Weiterbildung – wesentlich für die persönliche und berufliche Entwicklung als auch für die soziale Einbindung aller Lernenden. Nicht zuletzt wird durch die Förderung inklusiver Bildung die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention gestärkt. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung hat sich Deutschland 2009 verpflichtet, eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen an Bildung zu ermöglichen.

Die individuelle Förderung von Lernenden stellt eine wesentliche Gelingensbedingung für inklusive Bildung dar. Eine Grundvoraussetzung für individuelle Förderung ist die förderbezogene Diagnostik. Sie trägt dazu bei, dass pädagogischen Fachkräfte auf etwaige Förderbedarfe ihrer Lernenden besser eingehen und Lernende ihre Lernpotenziale besser nutzen können. Ziel der Forschung ist es daher, praxisbewährte Diagnose- und Förderinstrumente (weiter-) zu entwickeln und deren Einsatz in der inklusiven Bildung wissenschaftlich zu untersuchen. Wichtig ist die förderbezogene Diagnostik auch am Übergang zwischen einzelnen Bildungsetappen z. B. von der Kita in die Grundschule oder in die weiterführende Schule.

Die Förderrichtlinie „Förderbezogene Diagnostik in der inklusiven Bildung“ schließt an die Richtlinie zur Förderung der Forschung zu „Qualifizierung der pädagogischen Fachkräfte für inklusive Bildung“ von 2016 an. Sie ist ebenso Teil des Rahmenprogramms empirische Bildungsforschung und stellt in diesem Zusammenhang unter anderem Wissen zum Umgang mit Vielfalt in Bildungseinrichtungen zur Verfügung. Die Förderrichtlinie zielt darauf ab, die Forschungsergebnisse in die Aus-, Fort- und Weiterbildung pädagogischer Fachkräfte zu übertragen. Hierzu ist ein enger Austausch zwischen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Forschungsprojekte und der Bildungspraxis vorgesehen. Somit trägt die Fördermaßnahmen dazu bei evidenzbasierte Förder- und Diagnostikinstrumente im Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu entwickeln. Zudem können die beteiligten Lehrkräfte und weitere (pädagogische) Fachkräfte durch die Zusammenarbeit mit den Forschenden ihre förderbezogener Diagnosefähigkeiten in der inklusiven Bildung verbessern. Hierdurch leisten die Beteiligten des Forschungsschwerpunkts Inklusive Bildung, der die beiden Förderrichtlinien umfasst, einen unmittelbaren Beitrag zur Förderung von Menschen mit und ohne Behinderung in allen Bildungsetappen und somit zur Weiterentwicklung eines inklusiven Bildungssystems in Deutschland.

Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema „Förderbezogene Diagnostik in der inklusiven Bildung“: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-2752.html
 

2. Stand der Fördermaßnahme
Derzeit werden ein Einzelprojekt und drei Verbundprojekte gefördert. Bis einschließlich Januar 2022 werden weitere Einzel- und Verbundprojekte starten.

3. Geförderte Projekte
Aktuelle Projekte