Verbundprojekt: Inklusive Diagnostik in Verfahren zur Feststellung sonderpädagogischen Förderbedarfs? Zwischen angemessener Förderung und institutioneller Diskriminierung (InDiVers)


Technische Universität Darmstadt

Fachbereich Humanwissenschaften

Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik

Alexanderstr. 6

64289 Darmstadt

Verbundkoordinatorin: Prof.‘in Dr. Katja Adl-Amini

Förderkennzeichen: 01NV2101A

Förderbetrag: 340.879,06 €

Laufzeit: 01.05.2021 bis 31.10.2024


Johann Wolfgang Goethe-Universität

Fachbereich Erziehungswissenschaften

Institut für Sonderpädagogik

Theodor-W.-Adorno-Platz 6

60323 Frankfurt am Main

Projektleiterin: Dr. Julia Gasterstädt

Förderkennzeichen: 01NV2101B

Förderbetrag: 279.778,17 €

Laufzeit: 01.05.2021 bis 31.10.2024


Damit alle Menschen diskriminierungsfrei und gleichberechtigt an einem inklusiven Bildungssystem teilhaben können, sind angemessene Vorkehrungen nötig. Die entsprechende inklusive Diagnostik bewegt sich dabei im Spannungsfeld zwischen individuell notwendiger Unterstützung und möglicher Stigmatisierung oder Diskriminierung. Zentral zur Betrachtung dieses Spannungsfelds ist die Analyse der regional unterschiedlichen Feststellungsverfahren sonderpädagogischen Förderbedarfs. Zentrale Fragestellungen sind dabei, wie ein sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wird, welche diagnostischen Verfahren warum genutzt werden und wie verschiedene Akteure in diesen Verfahren handeln.

Das interdisziplinäre Verbundprojekt „InDiVers“ fokussiert diese Verfahren in verschiedenen Bundesländern mithilfe einer qualitativen Mehrebenenanalyse im Hinblick auf Mechanismen institutioneller Diskriminierung. Im Teilprojekt „Regionale Konstellationen“ rekonstruieren die Forschenden anhand von Interviews mit Expertinnen und Experten, Dokumenten und schulstatistischen Daten regionale Konstellationen mit unterschiedlichen Akteuren. Ergänzend werden im Teilprojekt „Fallbezogene Konstellationen“ mindestens acht Verfahren zur Feststellung eines sonderpädagogischen Förderbedarfs qualitativ begleitet und hinsichtlich des genannten Spannungsfelds analysiert. So wollen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler herausfinden, wie diese Verfahren zukünftig besser gelingen können.

Für einen erfolgreichen Transfer der Forschungsergebnisse finden regionale Workshops in den Erhebungsregionen statt, um die etablierten Verfahren weiterzuentwickeln. Darüber hinaus entwickeln und evaluieren die Forschenden mit Personen aller Lehrkräftebildungsphasen Konzepte zur Professionalisierung von Lehrkräften.