Abbau von Bildungsbarrieren


Kinder steigt eine Treppe aus Büchern empor
Bekanntmachung:  21.06.2019
Förderzeitraum: ab 01.07.2021
Vorhaben: 12 Forschungsprojekte und ein Metavorhaben


1. Ziele der Fördermaßnahme

Nach wie vor hat die soziale Herkunft in Deutschland maßgeblichen Einfluss auf den Bildungserfolg. Dies zeigen beispielsweise die Ergebnisse des Nationalen Bildungsberichts 2018. Jedem Kind die Grundausrüstung mitzugeben, die eine Chance auf gesellschaftliche Teilhabe überhaupt erst eröffnet, bleibt weiterhin eine der großen bildungspolitischen Herausforderungen. Bildungsforschung kann dazu beitragen, die Bedingungen für Chancengerechtigkeit besser zu verstehen und geeignete Maßnahmen und Instrumente zu entwickeln. Der aktuelle Koalitionsvertrag setzt hier an und greift den Abbau von Bildungsbarrieren als einen Schwerpunkt der Bildungsforschung auf.

Um eine verlässliche Handlungsgrundlage für Maßnahmen zum Abbau von Bildungsbarrieren zu schaffen, gilt es die Frage zu beantworten, wie sozialstrukturell bedingte Bildungsbenachteiligungen kompensiert beziehungsweise möglichst früh verhindert werden können. Das ist das Ziel der Förderrichtlinie „Abbau von Bildungsbarrieren: Lernumwelten, Bildungserfolg und soziale Teilhabe“ im Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung. Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts soll eine umfassende Betrachtung des sozialen Lebensumfeldes der Bildungsteilnehmenden gelingen – unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedingungen des Lebens in städtischen beziehungsweise ländlichen Räumen. Bisher beschäftigte sich die Bildungsforschung weitgehend mit „Lernorten“ im engeren institutionenbezogenen Sinne – etwa Kita und Schule. Dabei lag bei der Betrachtung der Ursachen von Bildungsungleichheiten der Fokus häufig auf Kompetenzentwicklung und Bildungsentscheidungen innerhalb von Schule und Familie und/oder auf Ebene des Schulsystems. Dass Bildungs- und Lernprozesse nicht allein in Kita und Schule stattfinden, beziehungsweise auch dort in ständiger Wechselwirkung mit außerschulischen Lernumwelten stehen, wurde dagegen seltener in den Blick genommen. Im Rahmen dieser Förderrichtlinie soll der Stellenwert der Lebenswelten für Bildungserwerbsprozesse von Kindern und Jugendlichen daher intensiver untersucht werden. Dazu werden Forschungsprojekte gefördert, die in enger Kooperation von Wissenschaft und Bildungspraxis die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Lernumwelten in den Blick nehmen und Ansätze identifizieren, die dazu beitragen, Bildungsbarrieren zu reduzieren.

Im Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wird die Bedeutung von sozialer Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit insbesondere im Handlungsfeld „Bildungsgerechtigkeit verbessern – individuelle Potenziale erkennen und entwickeln“ herausgestellt.

Zur Förderbekanntmachung:
 

2. Stand der Fördermaßnahme

Im Oktober 2021 starten die ersten sechs Verbundprojekte und bis Mai 2022 werden die restlichen sechs Verbünde beginnen. Das begleitende Metavorhaben nimmt bereits am 1. Juli 2021 seine Arbeit auf.
 

3. Geförderte Vorhaben

Aktuelle Projekte sind ab 1.10.2021 hier zu finden.
 

4. Metavorhaben des Forschungsschwerpunkts        

Das Metavorhaben wird geleitet von Prof. Dr. Kai Maaz, DIPF – Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Verbundvorhaben: Metavorhaben „Abbau von Bildungsbarrieren-Lernumwelten, Bildungserfolg und soziale Teilhabe“

DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation - Abteilung Struktur und Steuerung des Bildungswesens
Rostocker Str. 6
60323 Frankfurt am Main

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Kai Maaz
Telefon: +49 (0) 69 24708-201