Inklusive Diagnostik im Dialog – Qualifizierungsprogramm zur Unterstützung schulischer Inklusion im Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung (InDiD)


Universität Bielefeld

Fakultät für Erziehungswissenschaft

AG 5 Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik

Konsequenz 41a

33501 Bielefeld

Projektleiterin: Prof.‘in Dr. Bettina Amrhein

Förderkennzeichen: 01NV2119

Förderbetrag: 501.439,75 €

Laufzeit: 01.10.2021 bis 30.09.2024


Studien zur sozialen Integration von Schülerinnen und Schülern mit „herausforderndem“ sozialen und emotionalen Verhalten berichteten wiederholt, dass „diese“ Kinder im Alltag stärker ausgegrenzt werden als ihre Mitschülerinnen und -schüler ohne eine solches Verhalten. Und viele Lehrkräfte stehen gerade Kindern mit sogenannten „Verhaltensproblemen“ weniger positiv gegenüber als Kindern mit anderen Förderbedarfen. Der sonderpädagogische Förderschwerpunkt Emotionale und Soziale Entwicklung (ESE) setzt sich mit dieser Problematik bei Schülerinnen und Schülern in der allgemeinen Schule auseinander – denn es gibt immer mehr Kinder, die einen erhöhten sonderpädagogischen Förderbedarf in diesem Bereich haben. Gemeinsame Qualifizierungen für multiprofessionelle Teams können Lehrkräfte dabei unterstützen, Diagnostik sinnvoll mit Maßnahmen der ESE-Förderung im inklusiven Unterricht zu verknüpfen, um die Kinder besser zu fördern.


Die Forschenden im interdisziplinären Projekt „InDiD“ (Schulpädagogik, Sonderpädagogik, Psychologie) entwickeln und evaluieren daher gemeinsam mit Praxispartnerinnen und - partnern ein in Deutschland neuartiges Qualifizierungsprogramm für Lehrkräfte. Sie sollen damit ihre Einschätzungen zu Schülerinnen und Schülern mit sogenanntem „auffälligen“ Verhalten konkretisieren und explizit formulieren können. Der Fokus liegt dabei besonders auf der emotionalen und sozialen Wahrnehmung der Lehrkräfte im Umgang mit ihren Schülerinnen und Schülern.

Die Lehrkräfte sollen durch diese Qualifizierung mit Blick auf ihre Alltags- und Konfliktbewältigung ihr Kompetenzerleben verbessern. Schülerinnen und Schüler mit erhöhtem Förderbedarf können ihr emotionales Wohlbefinden steigern und sind sozial besser eingebunden. Die Forschenden leisten somit einen innovativen Beitrag zu einer stärkeren wissenschaftlichen Fundierung der professionellen Diagnostik.