Verbundprojekt: Didaktisch-diagnostische Potentiale des inklusionsorientieren Sachunterrichts (DiPoSa)


Universität Bielefeld

Fakultät für Erziehungswissenschaft

AG 3: Schultheorie mit dem Schwerpunkt Grund- und Förderschulen

Universitätsstr. 25

33615 Bielefeld

Verbundkoordinator: Dr. René Schroeder

Förderkennzeichen: 01NV2126A

Förderbetrag: 358.302,01 €

Laufzeit: 01.01.2022 bis 31.12.2024


Universität Paderborn

Fakultät für Naturwissenschaften

Department Physik

Warburger Str. 100

33095 Paderborn

Projektleiterin: Prof.‘in Dr. Eva Blumberg

Förderkennzeichen: 01NV2126B

Förderbetrag: 361.147,83 €

Laufzeit: 01.01.2022 bis 31.12.2024


Kinder mit und ohne Förderbedarf individuell in ihrem Lernprozess und ihrer Entwicklung zu begleiten ist ein zentrales Ziel der schulischen Inklusion. Gelingen kann das mithilfe von lernprozessbegleitender Diagnostik. Diese können Lehrkräfte aber nur dann sinnvoll anwenden, wenn sie an ihre vorhandenen didaktischen Kompetenzen anknüpft und alltagsintegriert umgesetzt werden kann.

Der inklusionsorientierte Sachunterricht bietet durch seinen Allgemeinbildungsanspruch optimale Voraussetzungen für das gemeinsame Lernen aller Kinder. Die Forschenden des interdisziplinären Verbundprojekts „DiPoSa“ entwickeln daher eine ressourcenorientierte und förderbezogene Diagnostik für den inklusiven Sachunterricht. Lehrkräfte sollen die Kinder mithilfe des zu entwickelnden Analyse- und Diagnostiktools individuell im Sachunterricht fördern ohne sie aus dem Klassenverbund auszuschließen. Hierfür entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gemeinsam mit fortbildungs- und inklusionserfahrenen Sachunterrichtslehrenden videogestützte Aus- und Fortbildungsmodule für (angehende) Grund- und Förderschullehrkräfte. Mit qualitativen und quantitativen Methoden der empirischen Sozialforschung (Fragebögen, Logbücher, Unterrichtsbeobachtungen und -aufzeichnungen, Gruppeninterviews) untersuchen die Beteiligten die Auswirkungen der Aus- und Fortbildung auf die Entwicklung der Diagnosekompetenz, der Selbstwirksamkeit und der Einstellungen (angehender) Grund- und Förderschullehrkräfte. Die Ergebnisse des Projekts können zur individuellen Förderung aller Kinder beitragen und ihnen somit eine gleichberechtigte soziale und schulische Teilhabe ermöglichen.