Sommerschule zum Thema: „Design-based Research als Paradigma in der empirischen Bildungsforschung und Konsequenzen für empirische Studien“


Universität Hamburg

Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft

Fachbereich Erziehungswissenschaft

Von-Melle-Park 8

20146 Hamburg

Projektleiterin: Prof. Dr. Gabriele Kaiser

Förderkennzeichen: 01JG1323

Laufzeit: 01.09.2013 - 31.12.2013 Veranstaltungszeitpunkt: 2.-4.9.2013


Gegenstand war eine Sommerschule in der Doktoranden, Doktorandinnen und Post-docs in das neue, hochbedeutsame Paradigma des Design-based research eingeführt wurden. Design-based Research begreift sich als ein Forschungsansatz, der besser als andere methodisch geprägte Forschungsansätze der Lehr-Lern-Forschung geeignet ist, nachhaltige Innovationen im Bildungs- und Unterrichtsalltag voranzubringen. Design-based research ist aus dem Bestreben entstanden, Lernphänomene nicht nur in Labors, sondern auch in realen Situationen zu überprüfen und dabei über enge Messkriterien hinausgehend das Design in den Vordergrund der Forschung zu stellen. Zentrales Ziel ist die Lösung von Problemen in der Bildungspraxis. In den einzelnen Veranstaltungen sollte einführend Historie und Gegenstand des Design-based research erläutert werden und anschließend zwei ausgewählte aktuelle, interdisziplinäre Themen, die für Design-based research besonders bedeutsam sind, vorgestellt werden: Scaffolding als ein stärker aus einer pädagogischen Perspektive resultierender Ansatz und Metacognition als eine stärker psychologisch geprägte Perspektive.

Im Rahmen der Anfrage an Referenten für die Summer School wurden wichtige Kontakte zu international einschlägigen Forschern in den Bereichen DBR, Scaffolding und Metacognition geknüpft, die Bereitschaft für weitere Kooperationen zeigten. Diese Referenten wurden für vertiefende Workshops oder im Rahmen der Ringvorlesung der GS, die regelmäßig im Semester stattfindet, eingeladen (finanziert durch das Budget der Sommerschule oder Erasmusverträge). Die Sommerschule bot den Doktoranden und Doktorandinnen eine gute Übersicht über die Themenbereiche, die durch vertiefende Workshops intensiviert werden sollten. Ziel war die Integration und Weiterentwicklung von Elementen des DBR, Scaffolding und Metacognition in die Forschungsarbeiten. Diese Arbeiten ließen sich gut in das Graduiertenkolleg zum Thema Scaffolding integrieren, welches von einer Professorengruppe der Fakultät bei der DFG beantragt wurde. Die Fakultät versucht so, sich in diesem Themenbereich einen neuen Schwerpunkt aufzubauen.