Unterrichtliche Förderung von Teilkomponenten der Schreibkompetenz (Verbundvorhaben):


Verbundpartner:

Leibniz Universität Hannover

Philosophische Fakultät

Institut für Pädagogische Psychologie

Schloßwender Straße 1

30159 Hannover

Verbundkoordinator: Prof. Dr. Joachim Grabowski

Förderkennzeichen: 01GJ1208A

Förderbetrag: 266.409,60 EUR

Laufzeit: 01.01.2013–31.12.2015


Universität zu Köln

Philosophische Fakultät

Institut für Deutsche Sprache und Literatur II

Gronewaldstraße 2

50931 Köln

Projektleiter: Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek

Förderkennzeichen: 01GJ1208B

Förderbetrag: 301.251,60 EUR

Laufzeit: 01.01.2013–31.12.2015


Das Projekt schließt unmittelbar an die erste Förderphase an, indem es die ermittelten Zusammenhangsmuster von Teilkomponenten der Schreibkompetenz (insbesondere Perspektivenübernahme und Kohärenzherstellung) in schreibdidaktische Maßnahmen überführt und deren Wirkung und Wirksamkeit in einer Interventionsstudie überprüft. Konkret wird die schreibdidaktisch zentrale Fragestellung bearbeitet, wie sich die als bedeutsam erwiesenen Teilkomponenten nachhaltig im Unterricht vermitteln und festigen lassen. In der Studie wird überprüft, welche Wirkungen die gezielte Schulung der Fähigkeit zur Perspektivenübernahme und Kohärenzherstellung auf die Schreibkompetenz in Bezug auf unterschiedliche Textsorten und unterschiedliche Schülergruppen hat.
Dazu werden aus den Ergebnissen der ersten Förderphase konkrete (schreib-)didaktische Maßnahmen abgeleitet, die vor allem Schreib- und andere Aufgaben auf mittlerem Komplexitätsniveau generieren, an denen es bislang in der Schreibdidaktik mangelt, die unseres Erachtens aber eine positive, über einzelne Textsorten hinausreichende Wirkung auf Schreibkompetenz haben. Wir vermuten, dass diese Aufgaben vor allem für schwächere Schreiberinnen und Schreiber, z. B. solche mit einer anderen Erstsprache, geeignet sind, weil sie gezielt einzelne Teilfähigkeiten (und nicht nur das zielsprachlich Ganze) ansteuern.

Das Vorhaben ist unmittelbar praxisrelevant, sodass die erwarteten Ergebnisse gut in die Unterrichtspraxis umgesetzt werden können. Der Grund hierfür liegt in dem gewählten Konkretisierungsgrad der eingesetzten Interventionsmaßnahmen, d. h. den zu entwickelnden Schreibaufgaben. Diese liegen in Bezug auf das Handeln von Lehrerinnen und Lehrern zwischen den eher allgemeinen (schreib-)didaktischen Konzeptionen auf der einen Seite, die auf Grundsätzliches, theoretische Hintergründe und allgemeine Handlungsmaximen zielen, sowie den sehr konkretistischen Lehrerhandreichungen auf der anderen Seite, die in der Regel rezeptologische Unterrichtsentwürfe ohne theoretische Fundierung liefern. Auf der Grundlage der in Phase eins ermittelten Zusammenhangsmuster sollen die Wirkung und Wirksamkeit der didaktischen Maßnahmen im Rahmen einer Interventionsstudie überprüft werden, sodass am Ende unmittelbare und konkrete didaktische Empfehlungen ausgesprochen werden können.