Die Rolle Familialer Unterstützung beim Erwerb von Diskurs- und Schreibfähigkeiten in der Sekundarstufe I (Verbundvorhaben):


Verbundpartner:

Technische Universität Dortmund

Fakultät Kulturwissenschaften

Institut für deutsche Sprache und Literatur

Emil-Figge-Straße 50

44227 Dortmund

Verbundkoordinatorin: Prof. Dr. Uta Quasthoff

Förderkennzeichen: 01GJ1207A

Förderbetrag: 301.610,40 EUR

Laufzeit: 01.10.2012–30.09.2015


Universität Bielefeld

Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft

Abt. für Psychologie

Universitätsstraße 25

33615 Bielefeld

Projektleiterin: Prof. Dr. Elke Wild

Förderkennzeichen: 01GJ1207B

Förderbetrag: 390.717,60 EUR

Laufzeit: 01.10.2012–30.09.2015


Weil mündliche und schriftliche Argumentationskompetenz zentral für den schulischen Erfolg sind, trägt FUnDuS mit der Identifikation erwerbsrelevanter Formen der Eltern-Kind-Interaktion sowohl zur Erklärung primärer sozialer Disparitäten beim Erwerb schulischer Schlüsselqualifikationen als auch zur Aufdeckung solcher Ressourcen bei, welche auch in sozial schwächeren Familien mobilisierbar sind. Die in der ersten Förderphase gewonnenen Erkenntnisse münden in die Konzeption, Durchführung und Evaluation eines Elterntrainings, das als selektive Präventionsmaßnahme auf die Verbesserung der Lernvoraussetzungen weniger privilegierter Kindern abzielt. Zudem werden die Erkenntnisse über den Erwerbsverlauf und -kontext von rezeptiven und produktiven, mündlichen und schriftlichen argumentativen Kompetenzen für den Zeitraum von der fünften Klassenstufe bis zum Ende der Pflichtschulzeit erweitert.
Zur Fortführung der längsschnittlichen Erhebungen werden die Familien der quantitativen Ausgangs- und der qualitativen Intensivstichprobe aus FUnDuS I jeweils ein weiteres Mal untersucht, wobei wiederum der Standort Dortmund eher für die qualitativen Auswertungen und Bielefeld für die quantitativen Auswertungen verantwortlich ist. Über die teilnehmenden Hauptschulen sollen N = 20 Eltern für die Teilnahme an einer Trainingsmaßnahme in Kleingruppen gewonnen werden. Die Wirksamkeit des Elterntrainings wird in einem randomisierten Kontrollgruppendesign mit drei Messzeitpunkten geprüft.

Die Diagnoseinstrumente eignen sich (noch) nicht für Einzelfallberatung, erleichtern aber zukünftige Forschung. Bis Projektende sollen für (a) alle neu entwickelten Fragebögen psychometrische Kennwerten und (b) alle Testaufgaben und Kodiermanuale (mit Ausführungen zu erforderlichen Schulungsmaßnahmen, verfügbaren Testnormen/Standardmessfehlern und Interpretationshinweisen) dokumentiert sein. Die Trainingsevaluation gibt Aufschluss über Akzeptanz und Wirksamkeit; gleichzeitig können Befunde zur Struktur- und Prozessqualität für empirisch begründete Empfehlungen für die Implementation herangezogen werden, sodass das Training – im Fall einer nachweislichen Wirksamkeit – zu nicht-kommerziellen Zwecken (z. B. von schulpsychologischen Diensten, Beratungsstellen u .a. staatlichen oder kirchlichen Trägern) kostenlos einsetzbar ist. Die Ergebnisse werden in einschlägigen Fachzeitschriften publiziert und gezielt über Medien in der Öffentlichkeit distribuiert.