Effekte kombinierter musikalischer und phonologischer Frühförderung (Verbundvorhaben)


Effekte kombinierter musikalischer und phonologischer Frühförderung auf die Entwicklung phonologischer Bewusstheit bei Kindergartenkindern deutscher und nichtdeutscher Herkunftssprache

Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Philosophische Fakultät II

Institut für Psychologie, Lehrstuhl IV

Röntgenring 11

97070 Würzburg

Verbundkoordinator: Prof. Dr. Wolfgang Schneider

Förderkennzeichen: 01GJ1205A

Förderbetrag: 344.861,96 EUR

Laufzeit: 01.09.2012–31.08.2015


Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Fakultät Humanwissenschaften

Institut für Erziehungswissenschaft - Lehrstuhl für Empirische Bildungsforschung

Markusplatz 3

96047 Bamberg

Projektleiterin: Prof. Dr. Cordula Artelt

Förderkennzeichen: 01GJ1205B

Förderbetrag: 174.086,40 EUR

Laufzeit: 01.09.2012–31.08.2015


Humboldt-Universität zu Berlin

Philosophische Fakultät IV

Institut für Erziehungswissenschaften

Unter den Linden 6

10099 Berlin

Projektleiterin: Prof. Dr. Petra Stanat

Förderkennzeichen: 01GJ1205C

Förderbetrag: 188.933,00 EUR

Laufzeit: 01.09.2012–31.08.2015


Das Hauptziel der zweiten Förderphase ist, den Erfolg von Trainingsmaßnahmen der phonologischen Bewusstheit (pB) zu optimieren. Dabei soll geprüft werden, inwiefern Vorschüler von zusätzlichen Trainingseffekten profitieren, a) wenn sie sowohl ein musikalisches Training als auch ein Training der pB durchlaufen, b) wenn deren Erzieher und Erzieherinnen, die mit dem Training der pB unerfahren sind, ein intensiveres Schulungskonzept erhalten, c) wenn Unterschiede in der Kindergartenförderung und der häuslichen Lernumwelt die kognitive und sprachliche Entwicklung beeinflussen und d) wenn sie verschiedenen Teilgruppen angehören.
Die Zielgruppe sind Kinder mit und ohne Migrationshintergrund, die das vorletzte und letzte Kindergartenjahr besuchen. Die Kinder durchlaufen eine der drei Fördermaßnahmen: 1) eine sukzessive Förderung durch ein musikalisches Training (Januar bis Mai 2013) und ein Training der phonologischen Bewusstheit (pB) (Dezember 2013 bis Mai 2014), 2) ein Training der pB (Dezember 2013 bis Mai 2014), und 3) keine spezifische Förderung der musikalischen Fähigkeiten oder der pB (Januar 2013 bis Mai 2014) (Kontrollgruppe). Um Trainingseffekte zu bestimmen, werden eine Prätestung und drei Posttestungen durchgeführt. Eine wissenschaftliche Betreuung erfolgt durch die Unterstützung, Evaluation und Gesamtkoordination der Studie.
Sollten die Studienergebnisse die gewünschten Fördereffekte der eingesetzten Trainingsprogramme belegen, liegt es nahe, dass solche Förderprogramme bereits im vorletzten Kindergartenjahr etabliert werden können. Insbesondere für „Risikokinder" (u. a. leistungsschwache Kinder, Kinder mit Migrationshintergrund) können die Studienergebnisse von besonderer Relevanz sein: zum einen, da es gelingt, die phonologische Bewusstheit (pB) entschieden früher zu trainieren, und zum anderen, da Entwicklungsverläufe durch eine kombinierte Förderung der musikalischen Fähigkeiten und der pB positiv beeinflusst werden können. Sollte sich zudem ein Trainingserfolg bei Kindern einstellen, die das Training der pB bei unerfahrenen, intensiv geschulten Erziehern und Erzieherinnen durchlaufen haben, kann davon ausgegangen werden, dass ein alltagstaugliches Schulungskonzept gefunden wurde. Zusätzlich zu Publikationen in Fachzeitschriften sind Beiträge geplant, die sich direkt an Praktiker und Pädagogen richten.