Motivstrukturen von Oberstufenschülerinnen und -schülern unterschiedlicher Herkunft beim Lernen des Englischen


Universität Hamburg

Fakultät für Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft

Fachbereich Erziehungswissenschaft

Von-Melle-Park 8

20146 Hamburg

Projektleiterin: Prof. Dr. Helene Decke-Cornill

Promovierende: Viktoria Bauer

Förderkennzeichen: 01JG1061

Förderbetrag: 106.807 EUR

Laufzeit: 01.03.2011 - 28.02.2014


Die Fremdsprachendidaktik plädiert für eine Orientierung am lernenden Subjekt und seinen Lern- und Bildungsprozessen. In diesem Zusammenhang untersucht das Projekt im Rahmen der Bildungsgangforschung das Zusammenspiel der folgenden beiden Seiten des Englischlernens: einerseits die gesellschaftlichen Anforderungen an Jugendliche im Bereich der schulischen Bildung (wie sie sich auch in den Bildungsstandards niederschlagen) und andererseits ihre individuelle Kompetenz- und Identitätsentwicklung sowie ihre subjektive Sichtweise auf diese Prozesse. Das Projekt zielt drauf ab, die Perspektive der Lernenden auf Lehr-Lern-Prozesse empirisch qualitativ zu erforschen und sie sowohl der Lehrerprofessionalisierungsforschung und -praxis als auch den Akteuren des schulischen Fremdsprachenunterrichts zugänglich zu machen. Damit wird ein Beitrag zur Stärkung des didaktischen Konzepts der Lernerorientierung geleistet, welches eine Ergänzung zur derzeitigen Outputorientierung darstellt. Über die Rekonstruktion der Orientierungen von OberstufenschülerInnen unterschiedlicher sprachlicher Herkunft soll ein Einblick in die individuellen Relevanzstrukturen der Schülerschaft in Bezug auf institutionelle sowie außerschulische Sprachlernprozesse und die biografische Dimension dieser Lehr-Lern-Prozesse gegeben werden. Dazu wurde eine Vielzahl an narrativ-episodischen Einzelinterviews geführt, transkribiert und mit einer rekonstruktiven Textanalysemethode unter Berücksichtigung des Gütekriteriums der intersubjektiven Überprüfbarkeit ausgewertet. Um fallübergreifende Erkenntnisse zu gewinnen, werden die Ergebnisse mittels Typenbildung abstrahiert, was zu allgemeineren Aussagen über die Zugänge der Lernenden zu fremdsprachlichen Lerngegenständen, die Bedeutsamkeit dieser für ihren Bildungsgang und ihren Umgang mit den Anforderungen sowie Angeboten des Faches Englisch führt.

Weitere Informationen unter:
http://www.uni-hamburg.de/campuscenter/studienorganisation/ordnungen-satzungen/pruefungs-studienordnungen/erziehungswissenschaft-psychologie-und-bewegungswissenschaft.html