Subjektive Theorien von Lehrkräften zum Lehren und Lernen von Analysis


Pädagogische Hochschule Freiburg

Fakultät für Gesellschafts- und Naturwissenschaften

Institut für Mathematische Bildung

Kunzenweg 21

79117 Freiburg

Projektleiter: Prof. Dr. Andreas Eichler

Promovierender: Ralf Erens

Förderkennzeichen: 01JG1063

Förderbetrag: 154.391 EUR

Laufzeit: 01.02.2011 - 31.01.2014


Untersuchungen zeigen, dass die subjektiven Theorien von Lehrkräften zum Lehren und Lernen von Mathematik wesentlich die Planung und die Durchführung von Unterricht bestimmen. Trotz dieser Bedeutung gibt es hierzu noch wenige disziplinspezifische empirische Untersuchungen. Weiterhin ist die plausible, für die spätere Berufslaufbahn entscheidende Änderung der subjektiven Theorien in der Übergangszeit vom Studium bis in den Lehrberuf kaum erforscht. Das Projekt STeLLA II hat zum Ziel, zunächst im Querschnitt die Bestandsaufnahme der subjektiven Theorien von Lehrkräften zur Planung des Analysisunterrichts, bestehend aus Unterrichtsinhalten, Zielen und einer allgemeinen Lehrorientierung zu identifizieren. Ein weiteres Ziel ist es, über diese Bestandsaufnahme hinaus, die Handlungsrelevanz der subjektiven Theorien der Lehrkräfte in ihrem Analysisunterricht zu identifizieren. Zudem soll über einen Querschnitt hinausgehend die Entwicklung der subjektiven Theorien vom Ende des Studiums über das Referendariat bis zum Einstieg in die professionelle Lehrpraxis im Längsschnitt untersucht werden. Das Forschungsprojekt basiert methodisch auf Interview- und Videostudien, die zunächst qualitativ kodierend ausgewertet werden. Darüber hinaus sollen mit statistischen Methoden Unterschiede zwischen Lehrkräften unterschiedlichen Ausbildungsstands im Querschnitt und die Entwicklung der Lehrkräfte innerhalb der Ausbildung im Längsschnitt identifiziert werden. In der Studie werden 10 Lehrkräfte am Anfang und am Ende des Referendariats, 10 Lehrkräfte am Ende des Referendariats und am Anfang der professionellen Lehrpraxis sowie 10 erfahrene Lehrkräfte befragt und beobachtet. Die bisherigen qualitativen Ergebnisse im Querschnitt schaffen gegenüber der bestehenden Vermutung, dass der Analysisunterricht im Allgemeinen von einer deutlichen Orientierung auf Rechnerverfahren gezeichnet sei, ein differenzierteres Bild. Diese Ergebnisse implizieren zwei Typen von Lehrkräften bezogen auf die Analysis und erhebliche Unterschiede der subjektiven Theorien dieser Lehrkräfte in unterschiedlichen Phasen ihrer Ausbildung.

Weitere Informationen unter:
https://www.ph-freiburg.de/mathe/start.html