Kompetenzerwerb und Verlauf des Wissenszuwachses im Medizinstudium - Ein Vergleich zwischen traditionellem und reformiertem Medizincurriculum


Charité - Universitätsmedizin Berlin

Institut für Medizinische Soziologie

Luisenstr. 57

10117 Berlin

Projektleiterin: Prof. Dr. Adelheid Kuhlmey

Promovierender: Stefan Schauber

Förderkennzeichen: 01JG1055

Förderbetrag: 158.061 EUR

Laufzeit: 01.12.2010 - 30.11.2013


Das Studium der Humanmedizin in Deutschland, aber auch international, ist einem deutlichen Wandel unterzogen. Ziel des Promotionsprojektes ist es, den Einfluss unterschiedlicher Ausbildungskonzepte bzw. Lernumgebungen auf die Entwicklung medizinischen Wissens zu beschreiben. Der Einbezug von psycho-sozialen Aspekten und der Berufsorientierung im Sinne der versorgungspolitischen Relevanz sind dabei von zentraler Bedeutung. Ein besonderer Fokus liegt auf der Beschreibung von Profilen bzw. Veränderungsmustern bei Studierenden im Verlauf ihres Medizinstudiums. Um die Wissensentwicklung der Studierenden abbilden zu können, wird das Forschungsvorhaben methodisch als prospektive Längsschnittstudie über drei Jahre in den drei humanmedizinischen Studiengängen an der Charité – Universitätsmedizin Berlin (Regelstudiengang, Reformstudiengang und Modellstudiengang) durchgeführt. Durch den Rückgriff auf bereits etablierte Forschungsstrukturen werden im Abstand von 6 Monaten Studierende zu psycho-sozialen Aspekten des Studiums, Berufsorientierung und medizinischem Wissen befragt. Anhand von Analysen einer ersten Auswahl der bisher erhobenen Daten konnten bereits interessante Einsichten über die Wechselwirkungen verschiedener Bereiche medizinischen Wissens im Studienverlauf gewonnen werden. Die Ergebnisse legen nahe, dass unter bestimmten Umständen der Aufbau von Wissen mit dem Erwerb defizitärer Mechanismen einhergehen kann, die sich auch über die Zeit hinweg hemmend auf den Erwerb neuer Wissensinhalte auswirken können.

Weitere Informationen unter: 
http://medsoz.charite.de/