Integrationspotenziale der Erwerbsarbeit und Berufseinstiegsprozesse von Ausbildungsabsolventen in Deutschland seit 1980


Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Philosophische Fakultät

Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie - Seminar für Politische Wissenschaft

Lennéstr. 27

53113 Bonn

Projektleiter: Prof. Dr. Jörg Blasius

Promovierender: Ralf Dorau

Förderkennzeichen: 01JG1050

Förderbetrag: 119.472 EUR

Laufzeit: 01.03.2011 - 28.02.2014


Der Übergang von der Ausbildung in die Erwerbstätigkeit, die sogenannte "zweite Schwelle", ist eine für die berufliche Integration entscheidende Lebensphase. Trotz sinkender Übernahmequoten in den Betrieben ist bis dato nur sehr wenig darüber bekannt, wie die Berufseinstiegsprozesse im Detail verlaufen. Zentrales Ziel des Vorhabens ist es, Berufseinstiegsprozesse zu beschreiben und zu unterscheiden, sowie zu einer Klassifizierung von Berufseinstiegsverläufen zu kommen. Dabei werden nicht nur einzelne Zeitpunkte in der Berufseinstiegsphase analysiert, sondern die ersten drei Berufsjahre im Anschluss an den Ausbildungsabschluss. Die Berufseinstiegsverläufe werden anhand von drei Zonen beruflicher Integrationspotenziale der Erwerbsarbeit nach Castel klassifiziert: den Zonen der Integration, der Prekarität und der Entkopplung. Datengrundlage ist die Stichprobe der Integrierten Arbeitsmarktbiografien (SIAB) 1975-2008, die u. a. amtliche und tagesgenaue Daten aus der Sozialversicherung und der Bundesagentur für Arbeit enthält. Untersucht werden die Absolventenkohorten der Jahre 1981-2005. Als Methode zum direkten Vergleich von Verlaufsmustern wird die Sequenzmusteranalyse verwendet, mit welcher u. a. die Ähnlichkeiten von Berufsverläufen berechnet werden können. Es wird geprüft, ob prekäre und entkoppelte Berufsverläufe in den letzten Jahren zugenommen haben und welche Faktoren einen Einfluss auf die berufliche Integration haben. Eine differenzierte Untersuchung möglicher Einflussfaktoren auf die berufliche Integration erfolgt anschließend mit der Mehrebenenanalyse, bei der zusätzlich zu der individuellen Ebene (z.B. Schulabschluss) die Effekte des Kontextes einbezogen werden, z.B. die Arbeitslosenquoten im Kontext der Berufsgruppen.

Weitere Informationen unter:
 http://www.politik-soziologie.uni-bonn.de/