Lernen im Naturkundemuseum: Entwicklung und Evaluation eines Qualitätsrasters zur Optimierung von Führungen im Naturkundemuseum


Universität Vechta

Institut für Didaktik der Naturwissenschaften, der Mathematik und des Sachunterrichts (IfD)

Fach Biologie

Driverstr. 22

49377 Vechta

Projektleiter: Prof. Dr. Norbert Pütz

Promovierende: Jennifer Härting

Förderkennzeichen: 01JG1056

Förderbetrag: 110.681 EUR

Laufzeit: 01.02.2011 - 31.01.2014


Über das pädagogisch-didaktische Konzept von Museumsführungen ist bislang wenig bekannt. Ziel des Promotionsprojektes ist die Entwicklung eines Qualitätsrasters im Rahmen von Museumsführungen im Hinblick auf die Kompetenzentwicklung von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I. Das von Falk und Dierking entwickelte Rahmenmodell, das "Contextual Model of Learning" bietet einen Rahmen zur Charakterisierung des Lernens an außerschulischen Lernorten, wie bspw. einem Naturkundemuseum. Zwar geht dieses Modell in seinen Grundannahmen von informellen Lernsituationen aus, kann aber auch für formelle Führungen herangezogen werden. Im Rahmen einer Voruntersuchung ergab eine Onlinebefragung der museumspädagogischen Mitarbeiter/-innen drei verschiedene Typen im Hinblick auf das Lernen bei einer Führung. Es liegt die Vermutung nahe, dass die intrinsische Motivation der Schüler/-innen je nach museumspädagogischem Typ variiert. Mit dem Ziel der Operationalisierung wird eine Evaluation in Kooperation mit dem Senckenberg Naturmuseum in Frankfurt durchgeführt. Per Fragebogen konnten 630 Schüler in 72 Führungen zu ihrer intrinsischen Motivation und zur qualitativen Einschätzung der Führungen befragt werden. Es lässt sich bislang zeigen, dass die drei Führer-Typen mit der intrinsischen Motivation der Schüler/innen und der Qualität der Führung in Beziehung stehen. Eine zentrale Rolle bei der Vermittlung spielt dabei die Begeisterung des museumspädagogischen Mitarbeiters.

Weitere Informationen unter:
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