Dynamisches Problemlösen als fachübergreifende Kompetenz: Entwicklung eines individualdiagnostischen Facettendiagnosticums


Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Psychologisches Institut

Hauptstr. 47-51

69117 Heidelberg

Projektleiter: Prof. Dr. Joachim Funke

Promovierender: Andreas Fischer

Förderkennzeichen: 01JG1062

Förderbetrag: 129.516 EUR

Laufzeit: 01.12.2010 - 30.11.2013


Dynamisches Problemlösen als individuelle Fähigkeit interessiert nicht nur die kognitive Psychologie, sondern auch die empirische Bildungsforschung. Zur Beurteilung von Problemlösekompetenz wurde von Greiff und Funke ein theoretisch und methodisch fundiertes Messinstrument dynamischer Problemlösekompetenz, MicroDYN, entwickelt, welches psychometrischen Anforderungen genügt und damit im Rahmen des Promotionsvorhabens herangezogen werden konnte. Um weitere Aspekte von Problemlösekompetenz im Rahmen von MicroDYN beurteilen zu können, werden im Rahmen des Vorhabens Indikatoren für die zentralen Fertigkeiten der Informationsreduktion und Prioritätensetzung entwickelt und empirisch über latente Strukturgleichungsmodelle empirisch validiert. Das Arbeitsprogramm des Forschungsvorhabens umfasst, nach der Entwicklung von Indikatoren ein Leistungsdiagnosticum auszuweisen, dessen Facetten sich empirisch voneinander trennen lassen, das konvergent valide zu anderen Maßen von Problemlösekompetenz ist und einen empirischen Mehrwert gegenüber Maßen allgemeiner Intelligenz bietet. Dabei wird insbesondere auch die Testfairness bzgl. des Geschlechts untersucht. Die bislang vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass der MicroDYN-Test um Indikatoren der Informationsreduktion und Prioritätensetzung erweitert werden konnte. Der erweiterte Test wurde einer Stichprobe von n = 92 Studierenden vorgelegt, um seine psychometrische Qualität zu beurteilen. Der Indikator Informationsreduktion erwies sich als der beste Prädiktor für Planungsfähigkeit (r = .29; p < .01). In einem nächsten Schritt werden die Konstruktvalidität und der empirische Mehrwert des erweiterten MicroDYN-Tests gegenüber anderen Leistungstests an einer Stichprobe von n = 300 Studenten untersucht.

Weitere Informationen unter:
 http://www.psychologie.uni-heidelberg.de/