Förderung des Schriftspracherwerbs im Kindergarten durch Anregungen zum freien Schreiben


Universität Augsburg

Philosophisch-Sozialwissenschaftliche Fakultät

Lehrstuhl für Grundschulpädagogik und Grundschuldidaktik

Universitätsstr. 10

86159 Augsburg

Projektleiter: Prof. Dr. Andreas Hartinger

Promovierende: Susanne Geyer

Förderkennzeichen: 01JG0915

Förderbetrag: 114.648 EUR

Laufzeit: 01.01.2010 - 31.07.2014


kombinierte Förderung der Phonologischen Bewusstheit mit gezielten Übungen zum Buchstabe-Laut-Zusammenhang im letzten Jahr vor der Einschulung besonders effektiv ist für die schulische Leistungsentwicklung im Lesen und Schreiben. Dazu werden in einer Interventionsstudie folgende Fragen untersucht: (1) Unterscheiden sich die schriftsprachlichen Leistungen von Vorschulkindern in einem alltagsintegrierten Literacy-Setting im Vergleich zu einem Sprachprogramm (Würzburger Trainingsprogramm? (2) Verbessert dabei das zusätzliche Angebot einer Anlauttabelle die schriftsprachliche Leistung der Vorschulkinder im alltagsintegrierten Literacy-Setting? (3) Gibt es Unterschiede zwischen den beiden Interventionsgruppen und der Vergleichsgruppe bezüglich Lernfreude und Selbstkonzept im Schreiben und Lesen? Angelegt ist die empirische Untersuchung im Prä-Post-Follow-up Design mit zwei Messzeitpunkten vor und einem weiteren nach Schuleintritt. Es werden 226 Vorschulkinder des Einschulungsjahrgangs 2012/2013 untersucht. Erste Auswirkungen nach einer neunmonatigen Förderzeit im Kindergarten deuten darauf hin, dass alltagsintegrierte Schriftsprachsettings im Vergleich zu einem bloßen Trainingsprogramm der Phonologischen Bewusstheit ohne den Einbezug von Buchstaben positiv wirken. Das zusätzliche Angebot einer Anlauttabelle scheint allerdings keinen Einfluss auf die Leistungsentwicklung der Vorschulkinder zu haben. Bezüglich Lernfreude und Selbstkonzept entwickeln sich alle drei Untersuchungsgruppen positiv.

 

Weitere Informationen unter:
http://www.philso.uni-augsburg.de/lehrstuehle/grundschuldid/