Effekte einer aktiven Integration von Mehrsprachigkeit in Kindertageseinrichtungen (Verbundvorhaben)


Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Fakultät für Soziale Arbeit

Kapuzinergasse 2

85072 Eichstätt

Verbundkoordinator: Prof. Dr. Jens Kratzmann

Förderkennzeichen: 01JM1402A

Förderbetrag: 1.080.657,04

Laufzeit: 01.10.2014 bis 30.04.2021


Pädagogische Hochschule Heidelberg

Institut für Psychologie

Keplerstraße 87

69120 Heidelberg

Projektleiterin: Prof. Dr. Steffi Sachse

Förderkennzeichen: 01 JM 1402B

Förderbetrag: 827.822,49

Laufzeit: 01.10.2014 bis 30.04.2021


Kinder mit Migrationshintergrund sind heute ein selbstverständlicher Bestandteil unserer Gesellschaft. Deshalb sind auch Kindertagesstätten mit einer Fülle von unterschiedlichen Muttersprachen und kulturellen Hintergründen konfrontiert. Doch wie sollten die Einrichtungen mit den unterschiedlichen Erstsprachen der Kinder umgehen? In der Praxis wird derzeit ein sinnvoller und integrierender Umgang mit Mehrsprachigkeit empfohlen, indem die unterschiedlichen Erstsprachen und Herkunftskulturen der Kinder aktiv in die Einrichtung eingebettet werden.

Deshalb ist Ziel des Projekts „Effekte einer aktiven Integration von Mehrsprachigkeit in Kindertageseinrichtungen“, die derzeit gängigen Praxisempfehlungen zur Integration der Mehrsprachigkeit zusammenzufassen und in ausgewählten Kindertagesstätten einzusetzen. Dies sollte auf der Ebene der Kinder, der Erzieherinnen, des Kita-Alltags und auf Ebene der Elternarbeit geschehen. Im Vergleich mit einer Kontrollgruppe, die keine solche Fortbildungsmaßnahme in der Einrichtung einsetzt, sollen die Veränderungen erhoben werden, die sich in den Kindertagesstätten, in den Familien und auf Ebene der Kinder ergeben.

Dabei bringt das Teilprojekt Eichstätt-Ingolstadt die pädagogische Expertise ins Vorhaben ein, indem hier die Fortbildungsmaßnahmen koordiniert sowie die pädagogische Qualität im Bereich interkulturellen Lernens und die Zusammenarbeit mit Eltern untersucht werden. Im Teilprojekt Heidelberg soll die psychologische Expertise eingebracht, die Evaluationsstudie hinsichtlich der Ebene der Kinder durchgeführt und die Sprachkenntnisse erhoben werden.

Aus den Ergebnissen können Aussagen darüber abgeleitet werden, wie sich die Integration von Mehrsprachigkeit auf die Entwicklung der Erst- und Zweitsprache sowie die soziale und emotionale Entwicklung der zweisprachig aufwachsenden Kinder auswirkt. Zudem lässt sich feststellen, ob die pädagogische Qualität der Kindertageseinrichtung verbessert wird und Auswirkungen auf die Erziehungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Einrichtung feststellbar sind.

Weitere Informationen unter:
http://fordoc.ku-eichstaett.de/2020/
http://www.ph-heidelberg.de/sachse-steffi/professur-fuer-entwicklungspsychologie/forschungsprojekte/miki.html