Mehrsprachigkeitsentwicklung im Zeitverlauf (MEZ)


Zeitverlaufsstudie zu Bedingungen für eine erfolgreiche Mehrsprachigkeitsentwicklung und dem Zusammenhang von mehrsprachigen Fähigkeiten mit weiteren Indikatoren für Bildungserfolg

Universität Hamburg

Fakultät EPB - Fachbereich Erziehungswissenschaft 1

Allgemeine, Interkulturelle und International Vergleichende Erziehungswissenschaft

Von-Melle-Park 8

20146 Hamburg

Projektleiterin: Prof. Dr. Ingrid Gogolin

Förderkennzeichen: 01JM1406

Förderbetrag: 3.257.332,69 Euro

Laufzeit: 01.10.2014 – 30.09.2019


Mehrsprachigkeit gehört zur Lebenswirklichkeit von Kindern und Jugendlichen. Denn ein erheblicher Teil der Schülerinnen und Schüler in Deutschland, nämlich Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien, lebt und lernt bereits unter Mehrsprachigkeitsbedingungen in Kitas und Schulen. Aber auch Kinder, die in deutsch-einsprachigen Familien leben, machen Erfahrungen mit anderen Sprachen: Sie lernen Fremdsprachen oder kommunizieren mit mehrsprachig aufwachsenden Mitschülerinnen und Mitschülern.

Deshalb soll im Vorhaben „Mehrsprachigkeitsentwicklung im Zeitverlauf: Zeitverlaufsstudie zu Bedingungen für eine erfolgreiche Mehrsprachigkeitsentwicklung und dem Zusammenhang von mehrsprachigen Fähigkeiten mit weiteren Indikatoren für Bildungserfolg“ herausgefunden werden, wie sich Mehrsprachigkeit überhaupt entwickelt und warum sie bedeutsam für den Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülern sein kann. Dazu wird das sprachliche und individuelle Umfeld betrachtet, die die Aneignung von Mehrsprachigkeit positiv oder negativ beeinflussen. Besonders an dieser interdisziplinären Studie ist einerseits, dass zum ersten Mal alle sprachlichen Teilbereiche untersucht werden, zum Beispiel Lesen, Schreiben und Hörverstehen. Andererseits wird eine sehr große Anzahl von Kindern – 1800 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 9 in der Anfangsstichprobe – in ihrer Entwicklung betrachtet.

So können letztlich die Potenziale von Mehrsprachigkeit für einen besseren Bildungserfolg beschrieben und dann auch genutzt werden. Denn beruflicher Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe hängen zunehmend von der Fähigkeit ab, in mehreren Sprachen kompetent kommunizieren zu können.

Weitere Informationen unter:
http://www.kombi-hamburg.de/projekt.html?Id=43&lang=de