Mehrsprachigkeitsentwicklung im Zeitverlauf (MEZ)


Zeitverlaufsstudie zu Bedingungen für eine erfolgreiche Mehrsprachigkeitsentwicklung und dem Zusammenhang von mehrsprachigen Fähigkeiten mit weiteren Indikatoren für Bildungserfolg

Universität Hamburg

Fakultät EPB - Fachbereich Erziehungswissenschaft 1

Allgemeine, Interkulturelle und International Vergleichende Erziehungswissenschaft

Von-Melle-Park 8

20146 Hamburg

Projektleiterin: Prof. Dr. Ingrid Gogolin

Förderkennzeichen: 01JM1906

Förderbetrag: 690.531,11 Euro

Laufzeit: 01.10.2019 bis 28.02.2022


Viele Kinder in Deutschland wachsen mehrsprachig auf. Zu ihrer Entwicklung in den verschiedenen Sprachen und den Möglichkeiten einer gezielten Unterstützung liegen bisher kaum Erkenntnisse vor. Dabei ist eine erfolgreiche Entwicklung der sprachlichen Kompetenzen entscheidend für den Bildungserfolg der Kinder.

Die an der Universität Hamburg laufende Studie Mehrsprachigkeitsentwicklung im Zeitverlauf (MEZ) bietet auf Grundlage einer längsschnittlichen Erhebung erstmals die Möglichkeit, die Bedingungsfaktoren für eine gelingende mehrsprachige Entwicklung von Schülerinnen und Schülern über einen längeren Zeitraum zu erfassen. Mit der in diesem Projekt vorgesehenen Erweiterung der Erhebung kann die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler bis zur Einmündung in die Berufsqualifizierung bzw. in den Beruf weiterverfolgt werden. Ein Herausstellungsmerkmal der Studie ist, dass neben den Lesefähigkeiten auch schriftsprachliche Kompetenzen beim Verfassen von Texten (Satz- und Textkompetenz) erfasst werden. Diese schriftsprachlichen Kompetenzen sind insbesondere im beruflichen Kontext von besonderer Bedeutung. Da neben den sprachlichen Fähigkeiten auch Merkmale der sozialen Herkunft, der Migrations- und Bildungsbiografie sowie die Entwicklung berufs- und arbeitsmarktbezogener Kenntnisse und Berufswahlstrategien miterfasst werden, können weitere relevante Bedingungsfaktoren für den Bildungserfolg identifiziert werden.

Die Ergebnisse der Studie liefern Erkenntnisse darüber, wie die verschiedenen Faktoren zu einer erfolgreichen Entwicklung mehrsprachiger Kompetenzen beitragen und sich auf den Bildungserfolg bzw. auf den Übergang in die Berufsqualifizierung auswirken. So können Maßnahmen, Strategien oder Praktiken identifiziert werden, die geeignet sind, benachteiligende Effekte der sozialen Herkunft zu verringern und eine gezielte Unterstützung für Kinder und Jugendliche anzubieten.

Weitere Informationen unter:
https://www.mez.uni-hamburg.de/