Projektvorstellung: "Datenbasierte Qualitätssicherung und -entwicklung in allgemeinbildenden Schulen"


In den Bundesländern werden seit einigen Jahren neben den internationalen und nationalen Leistungsvergleichsstudien wie PISA, TIMSS und VERA unterschiedliche länderspezifische und länderübergreifende Verfahren der externen und internen Evaluation eingesetzt, um eine evidenzbasierte Qualitätsentwicklung und -sicherung auf Ebene der einzelnen Schule zu gewährleisten. Seit dem Jahre 2009 förderte das BMBF den Forschungsschwerpunkt "Steuerung im Bildungssystem (SteBis)", im Rahmen dessen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen Potenziale, Wirkungen und Nutzungsbarrieren evidenzbasierten Wissens für die Weiterentwicklung des Bildungssystems untersuchten.

Das neue Forschungsvorhaben "DaQuaS - Datenbasierte Qualitätssicherung und -entwicklung in allgemeinbildenden Schulen" unter Leitung von Prof. Dr. Felicitas Thiel (FU Berlin) rundet die bisherigen Ergebnisse ab, indem es erstmals eine vergleichende Bestandsaufnahme erarbeitet, die für politisch-administrative Steuerungsentscheidungen und damit letztlich für die Schulen selbst von Nutzen sein kann. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen, wie diese Instrumente in den jeweiligen Bundesländern genutzt werden. Sie fragen sich: Wie sind die Instrumente im Detail konzipiert? Wie werden sie im Schulalltag angewendet? Und welche Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse sind damit für die Schulaufsichtsbeamten, Schulleitungen, Fachkonferenzen und Lehrkräfte verbunden? Um diese Fragen zu beantworten, werten sie mehr als 1000 Dokumente - wie beispielsweise Konzepte, Handreichungen oder Verordnungen - systematisch aus. Anschließend beschreiben sie aktuelle Verfahren und Regelungen für alle 16 Bundesländer und werden im Ergebnis eine wichtige Handreichung für Bildungspolitik, -verwaltung und -praxis sein.

Weitere Informationen zum Projekt finden sich unter:
www.ewi-psy.fu-berlin.de