Empirisch forschen in der Grundschulpädagogik – Methodische Herausforderungen im Hinblick auf die Praxisrelevanz


Universität Koblenz-Landau

Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter - Arbeitsbereich Pädagogik der frühen Kindheit

August-Croissant-Str. 5

76829 Landau

Projektleiterin: Prof. Dr. Anja Wildemann

Förderkennzeichen: 01JG1708

Laufzeit: 01.06.2017-31.12.2017


Bis Ergebnisse wissenschaftlicher Studien aus der Bildungsforschung Eingang in den Unterricht finden, und diesen verbessern, dauert es oft sehr lange. Damit Schülerinnen und Schüler zügig von Forschungsergebnissen profitieren können, müssen diese direkter für die Bildungspraxis nutzbar gemacht werden. Deshalb müssen Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler, die sich mit Grundschulforschung befassen, wie z. B. Forschende aus der Elementarpädagogik, Sonderpädagogik oder Pädagogischer Psychologie, frühzeitig einen guten Überblick darüber erhalten, wie sie ihre Forschungsarbeit planen, aufbauen und auswerten. Auf diese Weise bringen die Ergebnisse den Grundschülerinnen und–schülern einen Nutzen, indem den Lehrkräften Methoden an die Hand gegeben werden, die ihnen guten Unterricht ermöglichen. So kann beispielsweise die Sprachförderung verbessert oder die Lese-Rechtschreib-Kompetenz von Grundschülerinnen und –schülern erhöht werden.

Diese forschungsmethodische Herausforderung, die sich für den wissenschaftlichen Nachwuchs stellt, greift die Nachwuchsveranstaltung auf, in dem sie inhaltlich gemäß den typischen Etappen eines Forschungsprozesses (Recherche, Datenerhebung, Datenauswertung und Dateninterpretation) aufgebaut ist. Zusätzlich ist eine Promotionsberatung geplant, in deren Rahmen die Teilnehmenden ihre spezifischen Fragen in Zusammenhang mit ihrem Forschungsvorhaben in Kleingruppen erörtern können.

Die Tagung richtet sich an rund 60 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen der Grundschulforschung (Elementarpädagogik, Sonderpädagogik, Pädagogische Psychologie).

Die Nachwuchstagung leistet einen wesentlichen Beitrag zur Weiterqualifizierung der genannten Personengruppen, indem ihnen ermöglicht wird, qualitativ hochwertige Forschungsvorhaben in die Wege zu leiten, von der die Lehrkräfte und letztlich die Grundschülerinnen und Grundschüler in ihrem Lernen profitieren.