Abschlussprüfungen als Steuerungsinstrument im Schulsystem: Die Bedeutung von Schulabschlussnoten bei der Einstellungsentscheidung von Unternehmen


ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.

Poschingerstr. 5

81679 München

Projektleiter: Prof. Dr. Ludger Wößmann

Förderkennzeichen: 01JG1305

Förderbetrag: 203.659 EUR

Laufzeit: 01.03.2014 - 28.02.2017


Die Ergebnisse der ersten Förderphase (Projekt "Zentrale Abschlussprüfungen als Steuerungsinstrument im Schulsystem") zeigen, dass zentrale Abschlussprüfungen längerfristige Konsequenzen für den Arbeitsmarkterfolg haben. Der beobachtete positive Zusammenhang zwischen Zentralität des Prüfungssystems und Arbeitsmarkterfolg sowie die Rolle von Schulabschlussnoten bei Einstellungsentscheidungen generell sind derzeit aber eine „Black Box". Dieses Forschungsvorhaben soll anhand einer umfangreichen Befragung von Personalleiterinnen und Personalleitern in Deutschland vier Fragen beantworten: 1. die generelle Bedeutung von Schulnoten für die Einstellungsentscheidungen von Unternehmen; 2. die Bedeutung von Schulabschlussnoten für die Einstellungsentscheidung bei Lehrstellen; 3. die Bedeutung, die Schulabschlussnoten für die Einstellungsentscheidung haben, wenn anschließend ein weiteres bedeutendes Produktivitätssignal (z. B. Hochschulnote) erworben wird; und 4. inwiefern die Bedeutung der Schulabschlussnoten für die Einstellungsentscheidung vom Zentralitätsgrad der Schulabschlussprüfungen abhängt. Für die Befragung der Personalleiterinnen und Personalleiter werden zunächst Erhebungsinstrumente erstellt und Pretests durchgeführt. Anschließend werden die Daten in der Feldphase erhoben und aufbereitet. Die Datenauswertung erfolgt anhand multivariater ökonometrischer Verfahren. Abschließend werden die Ergebnisse in mehreren Publikationen aufbereitet.