HUman: Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die pädagogische Praxis zum fachlichen Umgang mit sexualisierter Gewalt mit digitalem Medieneinsatz


Staatlich anerkannte Hochschule der SRH Hochschulen GmbH

Ludwig-Guttmann-Str. 6

69123 Heidelberg

Projektleiter: Prof. Dr. Frederic Vobbe

Förderkennzeichen: 01SR1711

Förderbetrag: 387.968,40 €

Laufzeit: 01.12.2017 – 30.11.2020


In dem Vorhaben werden für die pädagogische Praxis fallbasierte Handlungsempfehlungen entwickelt, die einen fachlich adäquaten Umgang mit Situationen sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien gegen Mädchen und Jungen ermöglichen sollen.

Ziel des Vorhabens ist die Verbesserung der Qualifikationsmöglichkeiten für Fachkräfte in der Pädagogik und Beratung im Umgang mit sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche mittels digitaler Medien. Als Ausgangspunkt rekonstruieren die Forschenden gemeinsam mit spezialisierten Fachberatungsstellen 6 bis 10 beispielhafte Fallszenarien sexualisierter Gewalt mit digitalem Medieneinsatz aus der Praxis. Diese Schlüsselszenarien werden mit Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen in Gruppendiskussionen analysiert, um daraus fallbezogene Handlungsprinzipien als Empfehlungen für einen Umgang mit den Situationen abzuleiten sowie ein entsprechendes Qualifikationsangebot zu entwickeln. Die Handlungsempfehlungen und das Qualifikationsangebot werden weiterentwickelt, indem Erkenntnisse aus Interviews mit Betroffenen und deren Eltern einfließen.

Das Projekt wird fachlich unterstützt durch ein Expertengremium mit Vertreterinnen und Vertretern beispielsweise der Bundeskoordinierung Spezialisierter Fachberatung gegen sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend (BKSF), der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung, -vernachlässigung und sexualisierter Gewalt e. V. (DGfPI), des Bundesverbandes Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe - Frauen gegen Gewalt e. V. (bff:), Innocence in Danger und der Deutschen Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund e. V.

Die Dissemination der Ergebnisse wird durch den engen Austausch mit der Praxis und für das Themenfeld relevanten Organisationen sowie durch eine Projekthomepage und ein Symposium unterstützt. Zudem ist die Veröffentlichung der Ergebnisse in Fachzeitschriften und über Open Access geplant. Die Ergebnisse sollen auch in die Hochschullehre einfließen.

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