JUNIORPROFESSUR Pädagogische Professionalität gegen sexuelle Gewalt: Prävention, Kooperation, Intervention – Phase 2


Universität Münster

Schlossplatz 2

48149 Münster

Projektleiterin: Prof. Dr. Karin Böllert

Juniorprofessur: Jun.-Prof. Dr. Martin Wazlawik

Förderkennzeichen: 01SR1601

Förderbetrag: 591.450,19 €

Laufzeit: 01.07.2016 - 30.06.2019


Die Juniorprofessur ist auf Aspekte der Professionalisierung pädagogischen Personals und der Organisationsentwicklung konzentriert und soll die bisher erfolgreiche Arbeit fortsetzen, um so die Grundlage für eine thematische Verstetigung an der Universität Münster zu legen.

Die Juniorprofessur ist darauf gerichtet, neue Erkenntnisse zur Situation, Gefährdung und Kompetenz pädagogischer Professionen im Umgang mit sexueller Gewalt durch Forschung und Lehre zu gewinnen und in der universitären Struktur zu verankern. Die Kooperation von pädagogischen Berufen, insbesondere der Sozialpädagogik und des Lehramts, soll speziell in den Blick genommen werden. Damit soll zu einer integrativen Sichtweise auf die Zusammenhänge institutioneller Entstehungsbedingungen von sexueller Gewalt sowie den strukturellen und professionellen Voraussetzungen von Prävention und Intervention (Präventionsdimension) beigetragen werden. Der Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis soll durch die Vernetzung mit außeruniversitären Partnern und Praxiseinrichtungen befördern.

Die Juniorprofessur setzt sich mit folgenden Fragestellungen auseinander: Welche institutionellen und personenbezogenen Faktoren wirken schützend gegen sexualisierte Gewalt? Welche sind eher begünstigend? Welche Kompetenzen benötigen Fachkräfte in pädagogischen Berufen, um Kinder und Jugendliche gegenüber sexueller Gewalt zu stärken und um die Folgen sexualisierter Gewalt zu erkennen und Hilfsangebote bereitzustellen? Welche Standards, Strukturen und Inhalte für Aus- und Weiterbildungsprogramme sind zu erarbeiten, die eine entsprechende Qualifizierung ermöglichen? In welcher Weise lässt sich die Thematik wirksam in die bestehenden Formen der Aus- und auch Weiterbildung für pädagogische Berufe integrieren?

Alle Forschungserkenntnisse werden kontinuierlich in das hochschulübergreifende Basismodul „Sexuelle Gewalt in Institutionen" eingebracht und dienen so der Nachwuchsförderung und der Sicherung der Transfers der Erkenntnisse in die Praxis. Das Basismodul „Sexuelle Gewalt in Institutionen" wird in der universitären Lehre verankert, evaluiert und weiterentwickelt.

Weiterhin werden Fortbildungskonzepte entwickelt und sowohl in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten als auch mit der Weiterbildung gGmbH der Uni Münster durchgeführt. Darüber hinaus werden die gewonnenen Erkenntnisse in eine praxisorientierte Veranstaltungsreihe zu relevanten Subthemen des Diskurses um sexuelle Gewalt und pädagogische Professionalität ein- fließen. Durch Beiträge in einschlägigen Fachmedien werden die Erkenntnisse gleichermaßen für die pädagogische Praxis sowie den fachwissenschaftlichen Diskurs nutzbar gemacht.

Weitere Informationen