Verbundvorhaben: Gestaltungsrichtlinien für virtuelle Ausstellungsräume zur kulturellen Bildung (GEVAKUB)


Universität Stuttgart

Fakultät 5 Informatik, Elektrotechnik und Informationstechnik

Institut für Visualisierung und Interaktive Systeme (VIS)

Pfaffenwaldring 5a

70569 Stuttgart

Verbundkoordinator: Dr. Niels Henze

Förderkennzeichen: 01JKD1701A

Förderbetrag: 297471,49 €

Laufzeit: 01.10.2017 - 30.09.2020


Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Fakultät Design, Medien und Information

Department Medientechnik

Finkenau 35

22081 Hamburg

Projektleiterin: Dr.-Ing. Katrin Wolf

Förderkennzeichen: 01JKD1701B

Förderbetrag: 333782,85 €

Laufzeit: 01.10.2017 - 30.09.2020


Universität Bayreuth

Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften

Lehrstuhl Angewandte Medienwissenschaft - Digitale Medien

Geschwister-Scholl-Platz 3

95445 Bayreuth

Projektleiter: Prof. Dr. Jochen Koubek

Förderkennzeichen: 01JKD1701C

Förderbetrag: 203022,23 €

Laufzeit: 01.10.2017 - 30.09.2020


Museen und Ausstellungen bilden einen essentiellen Teil des Bildungsangebots für breite Bevölkerungsschichten und stellen öffentliche Erlebnisräume kultureller Bildung dar. Für viele Menschen ist ein zentraler Grund für einen Museumsbesuch, die Ausstellungsstücke gemeinsam mit Freunden und Verwandten zu entdecken. Nicht alle gesellschaftlichen Gruppen nehmen diese Angebote in gleicher Weise wahr. Zum einen fehlen die zeitlichen und finanziellen Möglichkeiten, zum anderen sind Museen und Ausstellungen naturgemäß an Orte gebunden und hierdurch nicht für alle Menschen erreichbar. In zahlreichen Forschungsprojekten wird deshalb die Digitalisierung von bedeutungsvollen Artefakten oder ganzen Ausstellungen vorangetrieben, um das kulturelle Erbe zu dokumentieren und einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

Virtuelle Realitäten ermöglichen, Lernumgebungen lebensnah darzustellen. Damit werden kulturelle Bildungsangebote unabhängig von Ort oder Zeit zugänglich. Obwohl Beispiele für virtuelle Museen existieren, werden diese kaum genutzt – eben weil Museums- und Ausstellungsbesuche für die meisten Besucher soziale Erfahrungen mit Freunden, Partnern oder Verwandten sind. Die geteilten Erlebnisse entstehen durch Interaktion, Kommunikation und Reflexion über die präsentierten Inhalte. Diese geteilten Erlebnisse werden zurzeit in virtuellen Ausstellungen nicht unterstützt.

Ziel des Projekts ist es, kulturelle Bildungsangebote als partizipative, soziale Erfahrung in virtuellen Räumen zugänglich zu machen. Die Forschenden setzen gemeinschaftlich erfahrbare virtuelle Lernräume exemplarisch um, um systematisch entwickelte Gestaltungshypothesen empirisch zu evaluieren. Hieraus entwickeln sie Richtlinien für die Gestaltung gemeinsam erlebter Lernräume, für die Lenkung von Aufmerksamkeit durch 360°-Schnittstellen und für die Darstellung von multimodalen Inhalten in virtuellen Lernräumen.