Zur sozialen Praxis digitalisierten Lernens. Rekonstruktionen schulischer Interaktionsstrukturen und Handlungspraktiken im mediatisierten Sozialisationsprozess


Ruhr-Universität Bochum

Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft

Institut für Erziehungswissenschaft

44780 Bochum

Projektleiter: Prof. Dr. Sven Thiersch

Förderkennzeichen: 01JD1817

Förderbetrag: 210.765,42 €

Laufzeit: 01.01.2019 bis 31.12.2021


Digitale Medien verändern die Schule - häufig bezieht sich diese Aussage darauf, wie in der Schule unterrichtet, gelehrt und gelernt wird. Aber nicht nur die Vermittlung von Wissen wandelt sich – auch das soziale Miteinander im schulischen Alltag verändert sich, seit digitale Medien selbstverständlich dazu gehören. Aber wie lassen sich diese Veränderungen konkret beschreiben und welche Konsequenzen hat es, wenn Wissen zunehmend über digitale Bildungstechnologien vermittelt und angeeignet wird?

An diesen Fragen setzt das Forschungsprojekt der Ruhr-Universität Bochum an. Es untersucht, was genau sich im schulischen Alltag auf welche Weise verändert und welche Erfahrungen Schülerinnen und Schüler im Umgang mit digitalen Medien in der Schule machen. Hierzu analysiert das Forschungsteam zum einen, wie Schülerinnen und Schüler einer Tabletklasse mit Hilfe ihrer digitalen Unterrichtsmedien lernen. Zum anderen befragen die Forschenden die Schülerinnen und Schüler in Online-Gruppendiskussionen zum digitalisierten Lernen und ihren Erfahrungen sowie dazu, wie sie digitale Bildungstechnologien verwenden.

Ziel des Projekts ist es, mehr darüber zu erfahren, wie digitale Medien den Alltag in den Schulen verändern. So wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Erkenntnisse darüber erhalten, ob die gegenwärtigen Entwicklungen eine andere Form von Schule, eine veränderte Form der Sozialisation und des sozialen Miteinanders oder gar eine neue Form von Bildung bedeuten. Dieses Grundsatzwissen kann dann im Lehramtsstudium und in Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer genutzt werden.