Der dritte Ort? Künstlerische Residenzen in ländlichen Räumen. Grundlagenforschung zur kulturellen Bildung in ländlichen Regionen (DO_KiL)


Universität Koblenz-Landau

Fachbereich 1: Bildungswissenschaften

Institut für Pädagogik

Universitätsstraße 1

56070 Koblenz

Projektleiterin: Prof. Dr. Wiebke Waburg

Förderkennzeichen: 01JKL1910

Förderbetrag: 412.795,35 €

Laufzeit: 01.12.19 - 30.11.22


Im Forschungsprojekt Do_KiL untersucht ein Team der Universität Koblenz-Landau sogenannte „künstlerische Residenzen“ in ländlichen Räumen als Spiel-, Versammlungs- und Kommunikationsorte. Während einer Residenz sind Kunstschaffende mehrere Wochen oder Monate zu Gast in einer Gemeinde. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort und außer-/schulischen Einrichtungen schaffen sie temporäre Begegnungsräume. Dies sind beispielsweise leerstehende Gebäude oder nicht genutzte Räumlichkeiten. Ausgehend von den individuellen Besonderheiten des Orts entstehen künstlerische Arbeiten. Die Arbeiten verorten sich an der Schnittstelle von kultureller Bildung, neuen Theaterformen und Gemeinwesensentwicklung. Die von DO_KiL begleiteten Residenzen haben den künstlerischen Schwerpunkt zeitgenössisches Theater und Performance.

Das Forschungsteam begleitet die Arbeit der Kunstschaffenden durch wiederholte Besuche. Diese finden beispielsweise zum Start sowie während und einige Monate nach Abschluss der Residenz statt. Während der Besuche führen die Forschenden teilnehmende Beobachtungen sowie Interviews und Gruppengespräche mit den Kunstschaffenden, weiteren Beteiligten und Zuschauer*innen durch. Sie interessieren sich für zwei Dinge: 1) Wie greifen die Kunstschaffenden vorhandene ländliche Strukturen auf? Berücksichtigen sie dabei die migrationsgesellschaftliche Realität? 2) Gelingt es ihnen nachhaltig auf die Qualität kultureller Bildung in ländlichen Räumen einzuwirken? Befähigen sie die Akteur*innen und Einrichtungen vor Ort diese eigenständig fortzusetzen?