Verbundprojekt: Digitale Chancengerechtigkeit (DCG)


Deutsches Jugendinstitut e.V.

Postfach 90 03 52

81503 München

Verbundkoordinatorin: PD Dr. Jana Heinz

Förderkennzeichen: 01JD2007A

Förderbetrag: 281.392,75 €

Laufzeit: 01.10.2020 bis 30.09.2023


Ludwig-Maximilians-Universität München Fakultät für Psychologie und Pädagogik

Leopoldstr. 13

80802 München

Projektleiterin: Prof. Dr. Uta Hauck-Thum

Förderkennzeichen: 01JD2007B

Förderbetrag: 207.467,73 €

Laufzeit: 01.10.2020 bis 30.09.2023


Alle Kinder und Jugendlichen in Deutschland sollten gleiche Chancen auf die bestmögliche Bildung haben. Doch trotz vielfältiger Anstrengungen der Bildungspolitik, spielt die soziale Herkunft in diesem Kontext noch immer eine große Rolle. Auch im Zusammenhang mit digitalen Medien lässt sich ein sogenannter „digital divide“ beobachten. Wie digitale Bildungsprozesse gestaltet werden müssten, um diese Ungleichheit abzubauen, ist bislang wenig erforscht.

Hier setzt das Forschungsprojekt "Digitale Chancengerechtigkeit – Digitale Lehr- und Lernumgebungen im Lese- und Literaturunterricht zur Verbesserung von Chancengerechtigkeit und Bildungsteilhabe in der Grundschule (DCG)" an. Gemeinsam untersuchen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Jugendinstituts (DJI) und der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Nutzung digitaler Medien im Lese- und Literaturunterricht, indem sie Interaktionen, Lernstrategien und Lernmotivation erforschen. Das Verbundprojekt nutzt dafür verschiedene Forschungsmethoden – die Forschenden befragen Eltern und Kinder, analysieren per Video den Unterricht in der Grundschule, messen die Lesekompetenz und Lernmotivation der Kinder sowie ihre Mediennutzung in der Freizeit. Während das DJI schwerpunktmäßig für die quantitativen Projektanteile verantwortlich ist und den Forschungsverbund koordiniert, bringt die LMU die qualitative Expertise ein.

Ziel des Projektes ist es, auszuloten, welche Chancen sich durch digitale Mediennutzung im Unterricht ergeben. Die Forschenden wollen  verstehen, wie man Bildungsprozesse gestalten muss, damit alle Lernenden bedürfnisorientiert gefördert werden können. So sollen herkunftsspezifische Ungleichheiten verringert und Chancengerechtigkeit verstärkt werden. Lehrerinnen und Lehrer profitieren von den entwickelten Materialien und können diese für ihren Unterricht nutzen. Zusätzlich sollen die Erkenntnisse mit in die Lehrerausbildung einfließen.