Verbundprojekt: Erzähl- und Lesekompetenz erfassen und fördern – Entwicklung einer digitalen Prozessdiagnostik mit integriertem adaptiven Förderkonzept für den Elementar und Primarbereich


Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Fakultät I – Bildungs- und Sozialwissenschaften

Institut für Sonder- und Rehabilitationspädagogik

Ammerländer Heerstraße 114-118

26111 Oldenburg

Verbundkoordinatorin: Prof.‘in Dr. Tanja Jungmann

Förderkennzeichen: 01NV2105A

Förderbetrag: 446.344,75 €

Laufzeit: 01.09.2021 bis 31.08.2024


Universität Rostock

Philosophische Fakultät

Institut für Sonderpädagogische

August-Bebel-Str. 28

18055 Rostock

Projektleiterin: Vertr.-Prof. Dr. Janet Langer

Förderkennzeichen: 01NV2105B

Förderbetrag: 263.539,03 €

Laufzeit: 01.09.2021 bis 31.08.2024


Frühzeitig Erzähl- und Lesekompetenzen zu entwickeln ist für Kinder mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf im Kindergarten- und Grundschulalter wichtig, denn davon können sie beim späteren Schreibenlernen profitieren. Pädagogische Fachkräfte können Kinder dabei gezielt unterstützen, indem sie deren literale Kompetenzen, wie beispielsweise Buchstabenkenntnis und Schriftwissen, diagnostizieren und gezielt fördern. Dabei stellt sich die Frage, welchen Beitrag digital-gestützte Diagnose- und Förderinstrumente in diesem Kontext leisten können.

Hier setzt das Verbundprojekt „EuLe-F“ an und erforscht, wie es gelingen kann, die diagnosegeleitete, evidenzbasierte Förderung literaler Kompetenzen mithilfe digitaler Medien zu verbessern. Das Teilprojekt „Adaptive Förderung“ an der Universität Oldenburg erarbeitet Fördermöglichkeiten für die unterschiedlichen Phasen der frühen literalen Entwicklung und diskutiert deren Praxistauglichkeit mit pädagogischen Fachkräften. Das Teilprojekt „Digitale Prozessdiagnostik“ an der Universität Rostock erstellt und evaluiert ein digitales, prozessorientiertes Diagnoseinstrument für Kinder mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf. Das Verbundprojekt überprüft außerdem die Wirksamkeit des digitalen Diagnose- und Fördertools. Hierzu analysieren die Forschenden, ob der Einsatz des analogen und des digital-gestützten Diagnose- und Förderinstruments zu Unterschieden in der literalen Kompetenzentwicklung führt. Darüber hinaus prüfen sie, ob eine ergänzende Workshop-Teilnahme für Fach- und Lehrkräfte die Wirksamkeit des digitalen Instruments erhöht. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln und erproben das Diagnose- und Förderinstrument in engem Austausch mit pädagogischen Fachkräften. Praxispartnerinnen und -partner können an Schulungen teilnehmen. Somit trägt das Projekt zur adaptiven und digital-gestützten Förderung von Erzähl- und Lesekompetenzen bei.