Implementation des digitalen Bildungs-Dokumentations-Systems BiDoS in inklusiven Kindertagesstätten und Grundschulen (BiDoS-i)


Universität Koblenz-Landau

Campus Landau

Institut für Bildung im Kindes- und Jugendalter – Arbeitsbereich Pädagogik der frühen Kindheit

August-Croissant-Str. 5

76829 Landau in der Pfalz

Projektleiterin: Prof.‘in Dr. Gisela Kammermeyer

Förderkennzeichen: 01NV2124

Förderbetrag: 488.673,78 €

Laufzeit: 01.01.2022 bis 31.12.2024


Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule stellt in der Bildungsbiographie eines Kindes einen wichtigen Moment dar. Gerade Kinder, die von Beeinträchtigungen und / oder Marginalisierungen betroffen sind, gilt es in diesem so wichtigen Übergang zu begleiten, um ihre schulische und im weiteren auch gesellschaftliche Integration zu unterstützen. Der Diagnostik kommt unter dieser Perspektive eine besondere Bedeutung zu, kann sie doch eine Anschlussfähigkeit zwischen den Bildungsbereichen herstellen. Doch gerade unter inklusiver Perspektive sind in Kitas und Schulen Instrumente einer lernbegleitenden Diagnostik derzeit vielfach noch rar.

Eben hier setzt das Projekt BiDoS-i an und stellt ein Instrument zur Verfügung, das sowohl eine Kompetenzmatrix wie auch ein Portfolio integriert. Dieses fußt auf den Vorarbeiten des BMBF-geförderten Projekts BiDoS, das nun zu einem inklusiven Tool weiterentwickelt wird. Durch BiDoS-i wird es den Fachkräften ermöglicht auf der einen Seite durch die Portfolioarbeit individuelle Lernzugänge und -situationen zu erfassen. Auf der anderen Seite werden durch die standardisierte Kompetenzmatrix spezifische sozial-emotionale, sprachliche und mathematische Lernprozesse erfasst. Dabei verbindet BiDoS-i unterschiedliche fachbezogene diagnostische Methoden und Instrumente miteinander. 

Es werden 64 integrativ arbeitende pädagogische Fachkräfte mit kooperierenden 16 Grundschul-Lehrkräften sowie mehr als 200 Kinder in die Weiterentwicklung von BiDoS-i durch Teamfortbildungen und (Fragebogen-) Befragungen einbezogen.  Einen wichtigen Stellenwert nimmt dabei die Teamfortbildung ein, die die Grundlage für die Erprobung des Instruments im pädagogischen Alltag ist.

Für einen erfolgreichen Transfer in die Praxis wird von Beginn an mit Fortbildungszentren zusammengearbeitet. Zugleich entsteht auch eine App, die nach Abschluss des Projekts in Kombination mit den BiDoS-i Fortbildungen genutzt werden kann.