Nicht-intendierte Effekte Neuer Steuerung im Schulsystem - Theoretische Konzeptualisierung und Instrumententwicklung zur empirischen Erfassung


Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Fachbereich 6 – Institut für Erziehungswissenschaft

Georgskommende 26

48143 Münster

Projektleiter: Prof. Dr. Johannes Bellmann

Förderkennzeichen: 01 JG 1006

Förderbetrag: 457.967 EUR

Laufzeit: 01.03.2011 – 31.08.2014


Im deutschen Schulsystem wurden in den letzten Jahren Instrumente der Output- und Wettbewerbssteuerung eingeführt. Bislang hat man sich darauf konzentriert, die Wirksamkeit dieser neuen Steuerungsinstrumente zu überprüfen. Inwieweit sie zu realen Effizienzgewinnen führen, kann man jedoch erst beurteilen, wenn man auch nicht-intendierte Effekte berücksichtigt. Das Projekt knüpfte an internationale empirische Forschung und interdisziplinäre Theoriebildung an, um ein Instrumentarium zur systematischen Erforschung nicht-intendierter Effekte Neuer Steuerung im Schulsystem zu entwickeln. Dieses wurde in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Thüringen erprobt. Ziel des Projekts war ein Screening-Instrument, das Kultusministerien, Schulverwaltungen und -trägern sowie Schulen zur systematischen Reformfolgenforschung zur Verfügung gestellt wurde.

Qualitative und quantitative Befragungen von Schulleitern und Lehrern dienten dazu, Nebenwirkungen und ihre Verbreitung zu beschreiben. Kontrastive Vergleiche auf unterschiedlichen Ebenen (Bundesländer, Schularten, Einzelschulen, Akteursgruppen, Akteure) ermöglichten es, Einzelhypothesen zum Zusammenhang von nicht-intendierten Einstellungs- und Verhaltenseffekten und anderen Variablen zu prüfen. Auf diese Weise liessen sich differentielle Effekte neuer Steuerungsinstrumente präziser beschreiben. Dies ermöglichte es, Risiken neuer Steuerungsinstrumente sowie Randbedingungen für ihren erfolgreichen Einsatz genauer zu bestimmen.

Weitere Informationen unter:
http://www.uni-muenster.de/EW//