Bildungssprachliche Kompetenzen (BiSpra): Anforderungen, Sprachverarbeitung und Diagnostik (Verbundvorhaben):


Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Fakultät Humanwissenschaften

Institut für Psychologie - Lehrstuhl Psychologie I: Entwicklung und Lernen

Markusplatz 3

96045 Bamberg

Verbundkoordinatorin: Prof. Dr. Sabine Weinert

Förderkennzeichen: 01GJ1209A

Förderbetrag: 760.424,40 EUR

Laufzeit: 01.03.2013–29.02.2016


Humboldt-Universität zu Berlin

Philosophische Fakultät IV

Institut für Erziehungswissenschaften

Unter den Linden 6

10099 Berlin

Projektleiterin: Prof. Dr. Petra Stanat

Förderkennzeichen: 01GJ1209B

Förderbetrag: 214.658,40 EUR

Laufzeit: 01.03.2013–29.02.2016


Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Instrumentariums, mit dem für Bildungsprozesse bedeutsame sprachliche Kompetenzen im Grundschulalter reliabel und valide erfasst werden können. Erfasst werden (a) Kompetenzen des funktional-integrativen Hörverstehens bildungssprachlich anspruchsvoller Texte sowie (b) sprachkomponentenbezogene bildungssprachliche Fähigkeiten (allgemein bildungssprachlicher Wortschatz, Konnektorenverständnis). Alle Aufgaben werden im Verbund von Psychologie/Diagnostik in einem gemeinsamen Prozess er- und bearbeitet.
Es werden primär zwei Aufgabenbereiche bearbeitet: (1) die Weiterentwicklung der Aufgaben aus der ersten Laufzeit und deren Erprobung im Rahmen mehrerer Pilotierungsstudien sowie (2) die Validierung der entwickelten Aufgaben. Die organisatorische Koordinierung der beiden Standorte sowie die Verantwortlichkeit für die sprachkomponentenbezogenen Aufgaben sollen im Schwerpunkt in Bamberg liegen. Auch die Vorbereitung und Organisation der Validierungsstudie inklusive einer engen Zusammenarbeit mit dem DPC wird vom Bamberger Teilprojekt getragen. Das Berliner Teilprojekt arbeitet im Schwerpunkt an den Aufgaben zum Hörverstehen sowie an sprachlichen Analysen von Aufgaben des IQB-Ländervergleichs, die in die Entwicklung des allgemein-bildungssprachlichen Wortschatztests einfließen werden.

Die Ergebnisse des Projekts werden dazu beitragen, schulbezogene sprachliche Kompetenzen von Kindern unterschiedlicher sprachlicher und/oder sozialer Herkunft differenziert zu erfassen. Dies ist für die Praxis von erheblicher Relevanz, da bisher kein validiertes Instrument zur Erfassung bildungssprachlicher Fähigkeiten im Grundschulalter vorliegt. Die Aufgaben können zudem in späteren wissenschaftlichen Untersuchungen weiter verwendet werden und dienen als Grundlage für die Entwicklung eines standardisierten Testverfahrens. Darüber hinaus sollen die Befunde auf nationalen und internationalen Fachtagungen präsentiert und in nationalen und internationalen Zeitschriften und Buchbeiträgen publiziert werden.