Sprachliche und kognitive Ressourcen der Mehrsprachigkeit im Englischerwerb in der Grundschule


Universität Mannheim

Philosophische Fakultät

Schloss, Ehrenhof West 266

68161 Mannheim

Projektleiter: Dr. Holger Hopp

Förderkennzeichen: 01JM1401

Förderbetrag: 335.042,67 Euro

Laufzeit: 01.11.2014 bis 31.10.2017


Rund ein Drittel der Schülerinnen und Schüler an deutschen Schulen hat Migrationshintergrund und wächst mit zwei oder mehreren Sprachen auf. Die DESI-Studie („Deutsch Englisch Schülerleistungen international“) hat gezeigt, dass mehrsprachige Jugendliche im Fach Englisch in der Sekundarstufe I gleichwertige beziehungsweise sogar höhere Kompetenzen erreichen als einsprachig Deutsch aufwachsende Jugendliche.

Im Vorhaben „Sprachliche und kognitive Ressourcen der Mehrsprachigkeit im Englischerwerb in der Grundschule“ soll daran anknüpfend herausgefunden werden, ob auch jüngere Kinder, die mehrsprachig aufwachsen und Deutsch als Zweitsprache sprechen, beim Englischlernen in der Grundschule Vorteile gegenüber einsprachig deutsch aufwachsenden Kindern haben. Und wenn ja, welche und worin diese begründet sind. Es wird untersucht, über welche Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler in ihren Erstsprachen, im Deutschen und im Englischen verfügen. Dazu werden Daten bei Schülerinnen und Schülern der dritten und vierten Klassenstufe erhoben. Anhand dieser Daten kann dann ausgewertet werden, ob Mehrsprachigkeit zu allgemein förderlichen Effekten im Englischerwerb führt oder ob diese Effekte von spezifischen sprachlichen Strukturen, wie Grammatik oder Satzbau, der Erst- und Zweitsprachen beeinflusst werden.

Die Ergebnisse können dafür genutzt werden, eine Mehrsprachigkeitsdidaktik auszugestalten, die das Potenzial der unterschiedlichen Sprachkenntnisse der Schülerinnen und Schüler erkennt und diese auch positiv für den Unterricht zu nutzen weiß.

Weitere Informationen unter:
http://www.anglistik.uni-mannheim.de/anglistik_i/forschung/meg_skore_bmbf/index.html