Sprachförderung im Mathematikunterricht unter Berücksichtigung der Mehrsprachigkeit (Verbundvorhaben)


Wirksamkeit und Wirkungen eines fach- und sprachintegrierten Förderansatzes mit und ohne Erstsprache auf sprachliches und fachliches Verstehen

Technische Universität Dortmund

Fakultät für Mathematik

Institut für Entwicklung und Erforschung des Mathematikunterrichts

Vogelpothsweg 87

44227 Dortmund

Verbundkoordinatorin: Prof. Dr. Susanne Prediger

Förderkennzeichen: 01JM1403A

Förderbetrag: 395.359,86 Euro

Laufzeit: 01.10.2014 bis 30.09.2017


Universität Hamburg

Fachbereiche SLM Sprache, Literatur, Medien

Institut für Germanistik II

Von-Melle-Park 6

20146 Hamburg

Projektleiterin: Prof. Dr. Angelika Redder

Förderkennzeichen: 01JM1403B

Förderbetrag: 357.744,05 Euro

Laufzeit: 01.08.2014 bis 31.07.2017


Sprachförderung spielt in allen Unterrichtsfächern der Sekundarstufe 1 eine wichtige Rolle. Sie soll an die sprachlichen Fähigkeiten der Lernenden anknüpfen und bildungssprachliche Kompetenzen so weit entwickeln, dass fachliche Inhalte gelernt werden können. Doch betrifft dies nur die Unterrichtssprache Deutsch, oder auch die Herkunftssprachen der mehrsprachigen Lernenden? Am Beispiel des Fachs Mathematik wird im Projekt „Sprachförderung im Mathematikunterricht unter Berücksichtigung der Mehrsprachigkeit – Wirksamkeit und Wirkungen eines fach- und sprachintegrierten Förderansatzes mit und ohne Erstsprache auf sprachliches und fachliches Verstehen“ untersucht, wie mehrsprachige Schülerinnen und Schüler im Fachunterricht am besten gefördert werden können. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen dabei das fachliche und sprachliche Verständnis der Unterrichtsinhalte. So wollen die Dortmunder und Hamburger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch herausfinden, welchen Einfluss das (mehr-)sprachige Vermögen der Schülerinnen und Schüler auf Verstehensprozesse im Mathematikunterricht nimmt.

Um zu untersuchen, welche Vorteile eine zweisprachige Förderung bringen kann, wurden zwei sechswöchige Förderungen zum Beispiel-Thema „Brüche“ entwickelt, eine einsprachig deutsche und eine zweisprachig türkisch-deutsche Förderung. Durch Vor- und Nachtests zum Bruchverständnis und zur bildungssprachlichen Leistung werden die Leistungszuwächse der Schülerinnen und Schüler beider Förderungen verglichen.
Um die Bedeutung der Sprachen in den Verstehensprozessen genauer zu verstehen, werden auch qualitative Analysen anhand von Videoaufnahmen aus dem Förderunterricht durchgeführt. Daran wird untersucht, wie die beiden Sprachen Deutsch und Türkisch als Denksprache (=Sprache, in der ein Konzept verstanden und für Aufgabenlösungen genutzt wird) und Arbeitssprache (= gemeinsame Sprache mit allen Mitschülerinnen und Lehrpersonen) genutzt werden und damit zum Verstehen der Mathematik beitragen können.

Das Projekt liefert somit wichtige grundlegende Erkenntnisse für den Einbezug von Herkunftssprachen in den Fachunterricht, der auch in Fortbildungen zur Verfügung gestellt werden soll. Die ein- und zweisprachigen Förderkonzepte stehen außerdem für Unterrichtsentwicklung zur Verfügung.

Weitere Informationen unter:
http://www.mathematik.uni-dortmund.de/~prediger/projekte/mum/tp-MuM-Multi.shtml http://www.slm.uni-hamburg.de/ifg1/Personal/Redder/home.html#MueWi

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