Abbau von Bildungsbarrieren

Studentin sitzt lesend vor einer Bücherwand

Adobe Stock/stokkete

Bekanntmachung: 23.05.2019
Förderzeitraum: ab 01.07.2021
Handlungsfeld: Bildungsgerechtigkeit
 

Ziele der Fördermaßnahme
Jeder und jede fünfte 15jährige hat Probleme damit, einen Text richtig zu verstehen. Denn ob Kinder und Jugendliche ihren Bildungsweg erfolgreich gehen, hängt immer noch stark von ihrem sozialen Hintergrund ab. Das zeigen unter anderem die Ergebnisse des Nationalen Bildungsberichts 2020. Jedem Kind die Grundausrüstung mitzugeben, die eine Chance auf gesellschaftliche Teilhabe überhaupt erst eröffnet, bleibt deshalb weiterhin eine der großen bildungspolitischen Herausforderungen. Der aktuelle Koalitionsvertrag setzt hier an und greift den Abbau von Bildungsbarrieren als einen Schwerpunkt der Bildungsforschung auf.

Um eine verlässliche Handlungsgrundlage zu schaffen, gilt es eine Schlüsselfrage zu beantworten: Wie kann man so früh wie möglich verhindern, dass betroffene Kinder und Jugendliche benachteiligt werden? Das ist das Ziel der Förderrichtlinie „Abbau von Bildungsbarrieren: Lernumwelten, Bildungserfolg und soziale Teilhabe“ im Rahmenprogramm empirische Bildungsforschung. Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts soll eine umfassende Betrachtung des sozialen Lebensumfeldes der Bildungsteilnehmenden gelingen – unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedingungen des Lebens in städtischen beziehungsweise ländlichen Räumen. Bisher beschäftigte sich die Bildungsforschung weitgehend mit „Lernorten“ im engeren institutionenbezogenen Sinne – etwa Kita und Schule. Dabei lag bei der Betrachtung der Ursachen von Bildungsungleichheiten der Fokus häufig auf Kompetenzentwicklung und Bildungsentscheidungen innerhalb von Schule und Familie und/oder auf Ebene des Schulsystems. Dass Bildungs- und Lernprozesse nicht allein in Kita und Schule stattfinden, beziehungsweise auch dort in ständiger Wechselwirkung mit außerschulischen Lernumwelten stehen, wurde dagegen seltener in den Blick genommen. Im Rahmen dieser Förderrichtlinie soll der Stellenwert der Lebenswelten für Bildungserwerbsprozesse von Kindern und Jugendlichen daher intensiver untersucht werden. Dazu werden Forschungsprojekte gefördert, die in enger Kooperation von Wissenschaft und Bildungspraxis die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Lernumwelten in den Blick nehmen und Ansätze identifizieren, die dazu beitragen, Bildungsbarrieren zu reduzieren.


 

Zu den Projekten im Themenfinder
 

Metavorhaben des Forschungsschwerpunkts
Das Metavorhaben „Abbau von Bildungsbarrieren-Lernumwelten, Bildungserfolg und soziale Teilhabe“ wird geleitet von Prof. Dr. Kai Maaz, DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Abteilung Struktur und Steuerung des Bildungswesens

Ansprechpartner:
Dr. Jan Scharf, DIPF
Telefon: +49 (0)69-24708-446
Email: scharf@dipf.de
Website: ABIBA | Meta